Jade City - Fonda Lee



The Measure startet mit dieser Ausgangslage: Eines Morgens wachen alle Bewohner der Erde auf und finden eine Box auf ihrer Türschwelle. In dieser Box liegt ein Faden, der die Länge ihres Lebens visualisieren soll. Dennoch handelt es sich bei diesem Buch nicht um Science-Fiction oder Fantasy.
Eher ist es eine Geschichte, die zum Nachdenken und Philosophieren einlädt. Würde ich als Leser diese Box öffnen? Will ich die Länge meines eigenen Lebens wissen? Und welche Auswirkungen hat dieses Wissen auf die eigentliche Antwort?
Nikki Erlick stellt diese Fragen und erzählt die Geschichte mithilfe der Sichtweisen einer Handvoll Personen im Laufe eines Jahres. Dabei greift sie verschiedene Auswirkungen auf die Gesellschaft auf: Kann ich mit jemandem ein Leben aufbauen, der oder die vielleicht nur noch wenige Jahre zu leben hat? Sollte ich eine Person mit einer kurzen Schnur einstellen? Was passiert, wenn ich nur Menschen mit langen Schnüren in eine Schlacht schicke? Wie verhält sich die Gesellschaft, wenn sie von einem Populisten gespalten wird? Und natürlich: Würde ich diese Box öffnen wollen?
Mir hat es Spaß gemacht, die „Regeln“ der Schnüre zu verstehen und herauszufinden, welchen Einfluss diese auf unser Leben haben könnten. Während und nach dem Lesen möchte man sich und andere gerne in ein Gespräch darüber verwickeln.
Nicht so gefallen hat mir die Charaktertiefe einiger Figuren; beispielsweise ist ein Antagonist einfach nur ein schlechter Mensch, weil es die Geschichte so verlangt. Auch viele andere Figuren sind teils so flach und vorhersehbar, dass diese vermutlich nur auf Menschen spannend wirken, die noch nie ein Buch gelesen haben. Wer komplexe Charaktere und Storytwists erwartet, sollte seine Erwartungen hier vermutlich herunterschrauben. Man muss viele Dinge einfach akzeptieren – genauso wie die Menschen in diesem Buch einfach die Boxen (im Text stand „Würfel“, vermutlich waren die Boxen gemeint) akzeptieren.
Kurz: Die ganze Geschichte lebt von der Idee der Schnüre, und man merkt, dass die Autorin viel Spaß dabei hatte, den potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft nachzugehen. Und auch wenn ich mir hier noch etwas mehr Tiefe erwartet hätte, hat mir das, was ich gelesen habe, Freude bereitet.
Wer Lust auf eine Geschichte mit einem spannenden Ansatz hat, macht mit The Measure nichts falsch.

Es gibt so Bücher, die einfach in jeder Science-Fiction-Bestenliste auftauchen. Ender’s Game von Orson Scott Card ist eines davon. Aber ist es wirklich so gut?

Eine geheime Organisation, welche im Verborgenen unerklärliche Phänomene untersucht und eindämmt? Kommt mir bekannt vor, habe ich doch quasi gerade erst gelesen. Tatsächlich ist dieses ganze Buch in seiner ersten Version bereits einmal in einer ersten SCP-Version erschienen.

Dies ist vermutlich das zweitnerdigste [1] Buch was ich dieses Jahr gekauft habe und alleine das Konzept jetzt zu erklären wird schwer. Schon weil die SCP Foundation selber ein richtiges Rabbithole ist. Und die Geschichten die sich hinter diesen wirklich unscheinbaren "Handbuch" verbergen sind eine Liga für sich.

Vier Jahre sind vergangen, seit ich das letzte Buch der Bobiverse-Reihe gelesen habe. Und heute weiß ich auch, warum ich so lange gezögert habe.

Ich habe dieses Buch gerade erst zugeklappt und bin mir noch nicht sicher, ob das Gefühl Bestand haben wird – aber im Moment glaube ich, dass dieses Buch, zusammen mit seinem Vorgänger, ein 6-Sterne-Buch für mich ist. Warum?

Ich war gerade im Urlaub und brauchte noch eine einfache Lektüre für einen 5-Stunden-Flug. Und wenn es um einfache und unterhaltsame Bücher geht, kann man mit einem Scalzi nichts falsch machen.

Es ist schon fast drei Jahre her, dass ich Best Served Cold – den zweiten in sich abgeschlossenen Ableger des First Law Universums – gelesen habe. Was seltsam ist, denn eigentlich mochte ich die ganze Reihe ganz gerne.
In diesem Teil geht es um eine Schlacht, Rivalitäten, Depressionen und weder Gut noch Böse.

Ich mag John Scalzi [1]. Old Man's War hat mich damals richtig gefesselt, und die Interdependency–Serie war eine kurzweilige Space-Opera. Und dann war da noch Red Shirts, eine schöne, an Star Trek angelegte Satire auf gängige Science-Fiction-Tropes und Klischees [2].
Und jetzt versucht er es mit Starter Villain noch einmal – diesmal mit einer Satire auf Super-Schurken, geheime Basen und die ganze Klischee-Kiste, inklusive Katze, Space-Laser und einem Vulkan-Versteck.