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        <title>flore.nz RSS</title>
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        <description>RSS Feeds are not dead</description>
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        <copyright>Florenz</copyright>
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            <title><![CDATA[Ich habe meine Casio etwas smarter gemacht]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/casio-f91w-a158-ollee-watch-smartwatch-review</link>
            <guid>casio-f91w-a158-ollee-watch-smartwatch-review</guid>
            <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Aber nur ein ganz klein wenig. 
Wer meinen kleinen Sideblog verfolgt (was natürlich jeder sollte – mehr dazu an dieser Stelle), weiß wahrscheinlich schon, dass ich mir vor einiger Zeit ein Ollee Watch Kit geordert habe. 

Nun ist sie vor ein paar Tagen angekommen ^[Bestellung bis Versand: 3 Wochen Wartezeit, Versand von Kanada nach Deutschland ca. eine Woche] und 20 Minuten Schraubarbeit später war ich auch bereits durch mit dem Thema. 

Hier eine Kurzreview Review ^[Ist jetzt doch etwas länger geworden]:

Der Umbau selber war wirklich kinderleicht: aufschrauben, Originaluhr raus, neue Ollee Watch rein. Fertig. 

Die Casio F91W bzw. die Casio A158 (der einzige Unterschied ist das Material des Armbands – siehe hier) hat folgende Funktionen:

Uhrzeit (duh?!)
Alarm
Stoppuhr
Die weltschlechteste Hintergrundbeleuchtung aller Zeiten.

Mehr sollte man bei einem Retailpreis von ca. 17 Dollar nicht erwarten ^[und reicht dennoch aus, um die meistverkaufte Uhr weltweit zu sein]. 

Ollee Watch bohrt es nun enorm auf. 

Ganz schön viele Versprechen, hier mal meine Beobachtungen nach ca. 5 Tagen Nutzung:

Faces and Apps
Clock: Die Uhrzeit kann sich mit der mitgelieferten App syncen. Aber auch wenn es auf einer Vanilla-Casio etwas fummelig ist, ist dies eine Aufgabe, die man einmal initial macht und dann zweimal im Jahr zur Sommer-/Winterzeit. 

Alarm: Ich kann den Alarm jetzt zusätzlich über die App stellen. Dort kann ich zusätzlich auch Wochentage aussuchen, Klingeltöne setzen ^[Späte 90er Jamba-Sparabo-Vibes an dieser Stelle, ich sehe mich allerdings nicht, jemals etwas anderes als die Indiana Jones Titelmusik zu wählen], und ... es gibt eine Snooze-Funktion! Bonuspunkte dafür! Nachteil: Trotzdem bin ich weiterhin auf nur einen Alarm beschränkt. Schade. Ohne App bleibt es einfach die gleiche Alarmfunktion wie vorher. 

Stopwatch: Ohne App erstmal die gleiche Funktion wie die Vanilla-Stopwatch. Mit der App kann ich Zeiten loggen und in dieser speichern.

WorldTime: Ich kann mir die Zeit einer (!) anderen Zeitzone anzeigen lassen, konfigurierbar über die App. Ich habe keinen Use-Case für diese Funktion, weswegen ich sie direkt deaktiviert habe. Kann mir aber vorstellen, dass es für die eine oder andere Person bestimmt anders ist. 

Timer: Ein Standardtimer. Ich kann direkt einen setzen, die Zeit zählt runter, ein Alarmton ertönt ^[Keine Ahnung, was man hier anders erwarten sollte, tbh] oder aber in der App mehrere Intervalle setzen und als Presets speichern und dann auf der App zwischen diesen wechseln. Ab einer gewissen Menge an Zeiten wird es unübersichtlich, aber für einen Standard-Pomodoro-Workflow ist es sehr praktisch, da es auch einen Intervall-Modus gibt, d.h. ich kann z.B. zwischen 25m Arbeiten und 5m Pause wechseln, wenn der jeweilige Timer vorbei ist. 

Sunrise/Sunset: Zeigt Sonnenaufgang und -untergang basierend auf dem Standort an, den man über die App setzt. Fand ich erstmal ganz praktisch, da es tatsächlich etwas ist, was ich oft schnell google. 

Step Counter: Der eingebaute Motionsensor zählt die Schritte. Ich habe parallel einen Amazfit Helio Strap am anderen Arm und habe die Zahlen verglichen und sehe signifikante Unterschiede. Während die Amazfit z.B. 6.000 Schritte anzeigt, zeigt mir Ollee nur 4.000 an. Ich beobachte es noch ein bisschen, aber es scheint für mich erstmal unbrauchbar zu sein und wird ggf. deaktiviert. 

Temperatur: Die Uhr kann die Temperatur anzeigen. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Haut- und Außentemperatur – als einen Wert. Also ich habe keine Ahnung, für wen dies irgendwie ein Mehrwert ist, und habe es direkt deaktiviert.

Counter: Kennt ihr noch diese kleinen Handzähler? Das ist dasselbe. Knopfdruck, Number goes up. Status und Uhrzeit können in der App geloggt werden. Ich weiß noch nicht, was ich damit zählen wollen würde, sehe es aber als eines der spannenderen Features an. 

Heart Rate: Nein, die Uhr kann nicht wirklich den Puls messen. Es funktioniert eher so, dass ich in der Uhr den Messvorgang starte, dann den Puls selber mit meinen Fingern zähle, bis eine gewisse Zahl erreicht ist, und dann stoppe. Nette Idee. Zum Starten und Beenden der Messung kann man die integrierte Motionfunktion nutzen und würde es auch empfehlen, da sonst andauernd ein Finger auf einer Taste gedrückt bleiben muss und ich habe noch keinen Weg gefunden, wie ich das machen UND gleichzeitig noch den Puls messen soll. Ich frage mich auch, wie so eine schlechte Interaktion es überhaupt in ein Endprodukt schaffen konnte. Ein einfaches Starten/Stoppen, wie bei einem Timer, wäre hier doch viel logischer. Ich hoffe hier auf ein Update, da ich es eigentlich ganz praktisch finde. 

Die Messung kann übrigens auch in Apple Health und Google Health Connect importiert werden! 

Flashlight: Dies ist eine Funktion, die einfach da war und jetzt als Feature verkauft wird. Ich habe es direkt deaktiviert. Auch wenn die Ollee Watch eine viel bessere LED als die Vanilla-Casio hat, kann sie selbst auf maximaler Helligkeit nicht ansatzweise als „Taschenlampe“ dienen. Deaktiviert.

Spiele: Pong, Blackjack, Poker – cool, dass es das gibt, aber eher ein Gimmick oder Proof of Concept. Das Casio-Display ist einfach für so etwas nicht gemacht, und ich habe sie dementsprechend direkt deaktiviert. 

Neben diesen Funktionen gibt es noch ein paar weitere Verbesserungen:

Klingeltöne! 
Ein verbessertes Licht! 
Ich kann auf Knopfdruck Wörter auf der Uhr anzeigen, um meine Freunde zu beeindrucken... oder so.

Ok, zugegeben, das neue Backlight ist großartig. Nicht nur, dass ich es auf verschiedene Helligkeitsstufen einstellen kann, ich kann auch die Farbe anpassen. Das ist cool und wirklich eine echte Verbesserung zum eher symbolischen Casio-Vanilla-Backlight.
Allerdings kann ich dies auch mit einem Stück Alufolie umsonst hinbekommen. 

Die App
Auch wenn die Ollee Watch an sich auch ohne App funktioniert, ist sie offensichtlich schon notwendig, um viele Advanced Features zu nutzen. Smartphone-Aussteiger sollten also von einer Investition absehen. 

Die App selber ist aber funktional und übersichtlich. Ich kann viele Features dort direkt konfigurieren oder sogar ausstellen. Die eingebaute Hilfe ist offline verfügbar, und ohne diese hätte ich einige Funktionen wie z.B. den Intervall-Timer nie gefunden. 

Nur einmal hatte ich Probleme, mich mit der Uhr zu verbinden; laut Fehlermeldung schien dies aber eher ein Problem im Backend von Ollee Watch zu sein. 

Was ich nicht verstehe: Ich kann einen Ollee Watch-Account erstellen, aber ob ich einen habe oder nicht, scheint ziemlich egal zu sein. An keiner Stelle konnte ich herausfinden, wofür ich diesen überhaupt brauche. 

Image Sources: https://olleewatch.com

War die Ollee Watch eine gute Investition?
Ich sage es mal so: Ich war neugierig, hatte aber auch eine recht geringe Erwartungshaltung. Und mit dem Wissen, was ich jetzt habe, würde ich aktuell nicht nochmal einen Kauf wagen. 

Viele Funktionen sind uninteressant oder im schlimmsten Fall einfach nutzlos. Das einzige Feature, was wirklich Mehrwert hat, ist das verbesserte Backlight. 

Kurz: Meine Casio ist jetzt eine Gimmick-Uhr. Mehr nicht. Auch wenn Funktionen wie Timer, Sunset und Stepcounter irgendwie cool sind, habe ich im Endeffekt dafür 10 Jahre gegen 10 Monate Batterielaufzeit eingetauscht. Ein besseres Licht rechtfertigt aus meiner Sicht keinen 50-Euro-Aufpreis bei einer 20-Euro-teuren Uhr. 

Gleichzeitig sehe ich aber viel Potenzial für mehr, und in Anbetracht der Tatsache, dass hinter Ollee Watch aktuell nur ein Entwickler sitzt, glaube ich, dass da in Zukunft noch viele neue Dinge und Verbesserungen kommen könnten. Ich bin gespannt.

Update 12.04.26: Ich habe mir dann auch mal den Ollee Watch Blog angeschaut und in der Tat gibt es eine Roadmap! Und auch ein Multi-Alarm scheint in Arbeit zu sein!]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776009427/ollee_watch_ce7a816afc.png" alt="ollee-watch.png"></p>
<p>Wer meinen <a href="https://opentabs.flore.nz">kleinen Sideblog</a> verfolgt (was natürlich jeder sollte – mehr dazu <a href="https://www.flore.nz/blog/open-tabs-linkblog-raindrop-io-api/">an dieser Stelle</a>), weiß wahrscheinlich schon, dass ich mir vor einiger Zeit ein <a href="https://opentabs.flore.nz/raindrops/1631924048"><em>Ollee Watch Kit</em></a> geordert habe. </p>
<p>Nun ist sie vor ein paar Tagen angekommen ^[Bestellung bis Versand: 3 Wochen Wartezeit, Versand von Kanada nach Deutschland ca. eine Woche] und 20 Minuten Schraubarbeit später war ich auch bereits durch mit dem Thema. </p>
<p>Hier eine <del>Kurzreview</del> Review ^[Ist jetzt doch etwas länger geworden]:</p>
<!--more-->


<p>Der Umbau selber war wirklich kinderleicht: <em>aufschrauben, Originaluhr raus, neue Ollee Watch rein</em>. Fertig. </p>
<p>Die <em>Casio F91W</em> bzw. die <em>Casio A158</em> (der einzige Unterschied ist das Material des Armbands – siehe <a href="https://opentabs.flore.nz/raindrops/1641909699">hier</a>) hat folgende Funktionen:</p>
<ul>
<li>Uhrzeit (<em>duh?!</em>)</li>
<li>Alarm</li>
<li>Stoppuhr</li>
<li>Die weltschlechteste Hintergrundbeleuchtung aller Zeiten.</li>
</ul>
<p>Mehr sollte man bei einem Retailpreis von ca. 17 Dollar nicht erwarten ^[und reicht dennoch aus, um die meistverkaufte Uhr weltweit zu sein]. </p>
<p><em>Ollee Watch</em> bohrt es nun enorm auf. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776005259/olleewatch_features_and_specs_78ac4e8583.jpg" alt="Screenshot: Features and Specs Ollee Watch"></p>
<p>Ganz schön viele Versprechen, hier mal meine Beobachtungen nach ca. 5 Tagen Nutzung:</p>
<h3>Faces and Apps</h3>
<p><strong>Clock</strong>: Die Uhrzeit kann sich mit der mitgelieferten App syncen. Aber auch wenn es auf einer Vanilla-<em>Casio</em> etwas fummelig ist, ist dies eine Aufgabe, die man einmal initial macht und dann zweimal im Jahr zur Sommer-/Winterzeit. </p>
<p><strong>Alarm</strong>: Ich kann den Alarm jetzt zusätzlich über die App stellen. Dort kann ich zusätzlich auch <strong>Wochentage</strong> aussuchen, <strong>Klingeltöne</strong> setzen ^[Späte 90er Jamba-Sparabo-Vibes an dieser Stelle, ich sehe mich allerdings nicht, jemals etwas anderes als die <em>Indiana Jones</em> Titelmusik zu wählen], und ... es gibt eine <strong>Snooze-Funktion</strong>! Bonuspunkte dafür! Nachteil: Trotzdem bin ich weiterhin auf nur einen Alarm beschränkt. Schade. Ohne App bleibt es einfach die gleiche Alarmfunktion wie vorher. </p>
<p><strong>Stopwatch</strong>: Ohne App erstmal die gleiche Funktion wie die Vanilla-Stopwatch. Mit der App kann ich Zeiten loggen und in dieser speichern.</p>
<p><strong>WorldTime</strong>: Ich kann mir die Zeit einer (!) anderen Zeitzone anzeigen lassen, konfigurierbar über die App. Ich habe keinen Use-Case für diese Funktion, weswegen ich sie direkt <strong>deaktiviert</strong> habe. Kann mir aber vorstellen, dass es für die eine oder andere Person bestimmt anders ist. </p>
<p><strong>Timer</strong>: Ein Standardtimer. Ich kann direkt einen setzen, die Zeit zählt runter, ein Alarmton ertönt ^[Keine Ahnung, was man hier anders erwarten sollte, tbh] oder aber in der App mehrere Intervalle setzen und als Presets speichern und dann auf der App zwischen diesen wechseln. Ab einer gewissen Menge an Zeiten wird es unübersichtlich, aber für einen Standard-Pomodoro-Workflow ist es sehr praktisch, da es auch einen Intervall-Modus gibt, d.h. ich kann z.B. zwischen 25m <em>Arbeiten</em> und 5m <em>Pause</em> wechseln, wenn der jeweilige Timer vorbei ist. </p>
<p><strong>Sunrise/Sunset</strong>: Zeigt Sonnenaufgang und -untergang basierend auf dem Standort an, den man über die App setzt. Fand ich erstmal ganz praktisch, da es tatsächlich etwas ist, was ich oft schnell google. </p>
<p><strong>Step Counter</strong>: Der eingebaute Motionsensor zählt die Schritte. Ich habe parallel einen <em>Amazfit Helio Strap</em> am anderen Arm und habe die Zahlen verglichen und sehe signifikante Unterschiede. Während die <em>Amazfit</em> z.B. 6.000 Schritte anzeigt, zeigt mir <em>Ollee</em> nur 4.000 an. Ich beobachte es noch ein bisschen, aber es scheint für mich erstmal unbrauchbar zu sein und wird <strong>ggf. deaktiviert</strong>. </p>
<p><strong>Temperatur</strong>: Die Uhr kann die Temperatur anzeigen. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Haut- und Außentemperatur – als einen Wert. Also ich habe keine Ahnung, für wen dies irgendwie ein Mehrwert ist, und habe es direkt <strong>deaktiviert</strong>.</p>
<p><strong>Counter</strong>: Kennt ihr noch diese kleinen Handzähler? Das ist dasselbe. Knopfdruck, <em>Number goes up</em>. Status und Uhrzeit können in der App geloggt werden. Ich weiß noch nicht, was ich damit zählen wollen würde, sehe es aber als eines der spannenderen Features an. </p>
<p><strong>Heart Rate</strong>: Nein, die Uhr kann nicht wirklich den Puls messen. Es funktioniert eher so, dass ich in der Uhr den Messvorgang starte, dann den Puls selber mit meinen Fingern zähle, bis eine gewisse Zahl erreicht ist, und dann stoppe. <strong>Nette Idee.</strong> Zum Starten und Beenden der Messung kann man die integrierte Motionfunktion nutzen und würde es auch empfehlen, da sonst andauernd ein Finger auf einer Taste gedrückt bleiben muss und ich habe noch keinen Weg gefunden, wie ich das machen UND gleichzeitig noch den Puls messen soll. Ich frage mich auch, wie so eine schlechte Interaktion es überhaupt in ein Endprodukt schaffen konnte. Ein einfaches Starten/Stoppen, wie bei einem Timer, wäre hier doch viel logischer. Ich hoffe hier auf ein Update, da ich es eigentlich ganz praktisch finde. </p>
<p>Die Messung kann übrigens auch in <em>Apple Health</em> und <em>Google Health Connect</em> importiert werden! </p>
<p><strong>Flashlight</strong>: Dies ist eine Funktion, die einfach da war und jetzt als Feature verkauft wird. Ich habe es direkt deaktiviert. Auch wenn die <em>Ollee Watch</em> eine viel bessere LED als die Vanilla-<em>Casio</em> hat, kann sie selbst auf maximaler Helligkeit nicht ansatzweise als „Taschenlampe“ dienen. <strong>Deaktiviert</strong>.</p>
<p><strong>Spiele</strong>: <em>Pong</em>, <em>Blackjack</em>, <em>Poker</em> – cool, dass es das gibt, aber eher ein Gimmick oder Proof of Concept. Das <em>Casio</em>-Display ist einfach für so etwas nicht gemacht, und ich habe sie dementsprechend direkt <strong>deaktiviert</strong>. </p>
<hr>
<p>Neben diesen Funktionen gibt es noch ein paar weitere Verbesserungen:</p>
<ul>
<li>Klingeltöne! </li>
<li>Ein verbessertes Licht! </li>
<li>Ich kann auf Knopfdruck Wörter auf der Uhr anzeigen, um meine Freunde zu beeindrucken... oder so.</li>
</ul>
<p>Ok, zugegeben, das neue Backlight ist großartig. Nicht nur, dass ich es auf verschiedene Helligkeitsstufen einstellen kann, ich kann auch die Farbe anpassen. Das ist cool und wirklich eine echte Verbesserung zum eher symbolischen <em>Casio</em>-Vanilla-Backlight.<br>Allerdings kann ich dies auch mit einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OwMF5hQ2nNk">Stück Alufolie umsonst hinbekommen</a>. </p>
<h3>Die App</h3>
<p>Auch wenn die <em>Ollee Watch</em> an sich auch ohne App funktioniert, ist sie offensichtlich schon notwendig, um viele Advanced Features zu nutzen. Smartphone-Aussteiger sollten also von einer Investition absehen. </p>
<p>Die App selber ist aber funktional und übersichtlich. Ich kann viele Features dort direkt konfigurieren oder sogar ausstellen. Die eingebaute Hilfe ist offline verfügbar, und ohne diese hätte ich einige Funktionen wie z.B. den Intervall-Timer nie gefunden. </p>
<p>Nur einmal hatte ich Probleme, mich mit der Uhr zu verbinden; laut Fehlermeldung schien dies aber eher ein Problem im Backend von <em>Ollee Watch</em> zu sein. </p>
<p>Was ich nicht verstehe: Ich kann einen <em>Ollee Watch</em>-Account erstellen, aber ob ich einen habe oder nicht, scheint ziemlich egal zu sein. An keiner Stelle konnte ich herausfinden, wofür ich diesen überhaupt brauche. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776010106/blog3_banner_square_c41391483c.webp" alt="blog3-banner-square.webp"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776010076/SCR_20260412_pvle_ae10cb4f67.jpg" alt="SCR-20260412-pvle.jpeg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776010076/SCR_20260412_pvxp_1623d4fcf4.jpg" alt="SCR-20260412-pvxp.jpeg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776010076/SCR_20260412_pvhe_12a6722593.jpg" alt="SCR-20260412-pvhe.jpeg"></p>
<p><em>Image Sources</em>: <a href="https://olleewatch.com">https://olleewatch.com</a></p>
<h3>War die <em>Ollee Watch</em> eine gute Investition?</h3>
<p>Ich sage es mal so: Ich war neugierig, hatte aber auch eine recht geringe Erwartungshaltung. Und mit dem Wissen, was ich jetzt habe, würde ich aktuell nicht nochmal einen Kauf wagen. </p>
<p>Viele Funktionen sind uninteressant oder im schlimmsten Fall einfach nutzlos. Das einzige Feature, was wirklich Mehrwert hat, ist das verbesserte Backlight. </p>
<p>Kurz: <strong>Meine Casio ist jetzt eine Gimmick-Uhr</strong>. Mehr nicht. Auch wenn Funktionen wie Timer, Sunset und Stepcounter irgendwie cool sind, habe ich im Endeffekt dafür 10 Jahre gegen 10 Monate Batterielaufzeit eingetauscht. Ein besseres Licht <strong>rechtfertigt aus meiner Sicht keinen 50-Euro-Aufpreis bei einer 20-Euro-teuren Uhr</strong>. </p>
<p>Gleichzeitig sehe ich aber <strong>viel Potenzial</strong> für mehr, und in Anbetracht der Tatsache, dass hinter <em>Ollee Watch</em> aktuell nur ein Entwickler sitzt, glaube ich, dass da in Zukunft noch viele neue Dinge und Verbesserungen kommen könnten. Ich bin gespannt.</p>
<p><strong>Update 12.04.26:</strong> Ich habe mir dann auch mal den <em>Ollee Watch</em> Blog angeschaut und in der Tat gibt es eine <a href="https://www.olleewatch.com/blog/feature-roadmap-october-2025">Roadmap</a>! Und auch ein Multi-Alarm scheint <a href="https://www.olleewatch.com/blog/software-update-winter-2026">in Arbeit</a> zu sein!</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Gate of the Feral Gods - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-gate-of-the-feral-gods-matt-dinniman</link>
            <guid>the-gate-of-the-feral-gods-matt-dinniman</guid>
            <pubDate>Mon, 06 Apr 2026 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA["Caaaarl - that kills people!!!"
Nachdem ich das dritte Buch zugeschlagen habe, habe ich direkt das vierte Buch begonnen. Und es hat mir gleich um einiges besser gefallen: ein spannendes Setting, Plottwists und selbst die fiktive Hintergrundgeschichte – die im Buch eigentlich nur ein Vorwand für die Story ist – war packend. Nach dem eher durchwachsenen dritten Teil ist dies definitiv wieder ein Schritt in die richtige Richtung!

Gleichzeitig werde ich jetzt aber mit der Serie einen Gang herunterschalten. Eine Reihe Back-to-Back zu lesen, ist ein wenig anstrengend, zumal die Serie noch nicht einmal beendet ist.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776003466/gate_of_the_feral_gods_dcc4_frontcover_3d7842220d.jpg" alt="Frontcover: The Gate of the Feral Gods by Matt Diniman - Book 4 of Dungeon Crawler Carl Series"></p>
<p>Nachdem ich das dritte Buch zugeschlagen habe, habe ich direkt das vierte Buch begonnen. Und es hat mir gleich um einiges besser gefallen: ein spannendes Setting, <strong>Plottwists</strong> und selbst die fiktive Hintergrundgeschichte – die im Buch eigentlich nur ein Vorwand für die Story ist – war packend. Nach dem eher durchwachsenen dritten Teil ist dies definitiv wieder ein Schritt in die richtige Richtung!</p>
<p>Gleichzeitig werde ich jetzt aber mit der Serie einen Gang herunterschalten. Eine Reihe <em>Back-to-Back</em> zu lesen, ist ein wenig anstrengend, zumal die Serie noch nicht einmal beendet ist.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Dungeon Anarchist's Cookbook - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-dungeon-anarchist-s-cookbook-matt-dinniman</link>
            <guid>the-dungeon-anarchist-s-cookbook-matt-dinniman</guid>
            <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Kann das dritte Buch der Dungeon Crawler Carl Reihe mit meinen Erwartungen mithalten?
Der dritte Teil von Carls Reise durch die Dungeon World wirft uns ins vierte Level (von 16 ^[Immer noch sehr skeptisch, ob sich die Story wirklich so lange strecken lassen kann]) und in ein Labyrinth aus U-Bahnen namens "The Iron Tangle". 

Der Boxershorts tragende Anarchist Carl, eine isländische Knetfigurfrau Katia, seine sprechende Katze Princess Donut (inzwischen mit fescher Sonnenbrille) inkl. eigenem Velociraptor-Haustier namens Mongo müssen das Rätsel des Iron Tangle lösen, um... ach, ich versuche gar nicht erst, die Story zusammenzufassen. Es ist alles sehr wild und ohne Kenntnis der beiden vorherigen Teile ein großer Spoiler. 

Tatsächlich fand ich Anarchist’s Cookbook jetzt nur so mittelgut. Die größte Stärke des Settings ist, dass jedes Buch komplett anders sein kann; es wird sehr viel mit Szenarien experimentiert, und die Gefahr von Langeweile ist erst mal gering. Doch dies birgt auch die größte Gefahr: Sagen das Setting und die Prämisse einer Dungeon-Ebene nicht zu, ist das ganze Buch erst mal „meh“. Und das ist bei mir nun im U-Bahn-Labyrinth passiert. 

Die Welt ist so verwirrend, dass der Autor selbst in einem Vorwort direkt sagt, dass man gar nicht erst versuchen sollte, diese Welt zu verstehen – und ich bin mir nicht sicher, ob ich das anstrengend finde. Denn ohne diesen Spannungsbogen bewegen sich die Protagonisten nur von Szene zu Szene und gucken, was passiert. Die Auflösung am Ende fand ich dann auch etwas underwhelming. 

Zusätzlich hat sich Dinniman entschlossen, mittendrin eine der besten Figuren für eine Weile aus der Story zu entfernen – eine Figur, deren dramaturgische Aufgabe es ist, Hintergrundinfos sowohl an den Protagonisten als auch an den Leser zu vermitteln. Diese Ebene fehlt nun für einen großen Teil der Story. 

Aber – ich meckere hier immer noch auf hohem Niveau. Zwar ist es das für mich uninteressanteste Buch bisher, aber dennoch war es alles andere als unspannend. Zwischendurch gab es immer wieder sehr schöne Momente und Ideen, und Dinniman weiß gängige Tropes aus Literatur und Popkultur einzubinden. 

Es war halt nur einfach nicht so gut wie die vorherigen beiden Teile.

Funfact: Ich habe bei dem vorherigen Band das Sleeve nicht abgenommen, deswegen war ich umso überraschter dass das Hardcover noch diese kleine Überraschung bereit hält.... Cool!]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776001855/photo_2026_04_12_15_50_22_da9c7c4c94.jpg" alt="photo_2026-04-12 15.50.22.jpeg"></p>
<p>Der dritte Teil von <em>Carls</em> Reise durch die <a href="https://www.flore.nz/series/dungeon-crawler-carl/"><em>Dungeon World</em></a> wirft uns ins vierte Level (von 16 ^[Immer noch sehr skeptisch, ob sich die Story wirklich so lange strecken lassen kann]) und in ein Labyrinth aus U-Bahnen namens <em>&quot;The Iron Tangle&quot;</em>. </p>
<!--more-->

<p>Der Boxershorts tragende <em>Anarchist</em> <em>Carl</em>, eine isländische <em>Knetfigurfrau</em> <em>Katia</em>, seine sprechende <em>Katze</em> <em>Princess Donut</em> (inzwischen mit fescher Sonnenbrille) inkl. eigenem <em>Velociraptor</em>-Haustier namens <em>Mongo</em> müssen das Rätsel des <em>Iron Tangle</em> lösen, um... ach, ich versuche gar nicht erst, die Story zusammenzufassen. Es ist alles sehr wild und ohne Kenntnis der beiden vorherigen Teile ein großer Spoiler. </p>
<p>Tatsächlich fand ich <em>Anarchist’s Cookbook</em> jetzt nur so <strong>mittelgut</strong>. Die größte Stärke des Settings ist, dass jedes Buch komplett anders sein kann; es wird sehr viel mit Szenarien experimentiert, und die Gefahr von Langeweile ist erst mal gering. Doch dies birgt auch die größte Gefahr: Sagen das Setting und die Prämisse einer <em>Dungeon</em>-Ebene nicht zu, ist das ganze Buch erst mal „meh“. Und das ist bei mir nun im U-Bahn-Labyrinth passiert. </p>
<p>Die Welt ist so verwirrend, dass der Autor selbst in einem Vorwort direkt sagt, dass man gar nicht erst versuchen sollte, diese Welt zu verstehen – und ich bin mir nicht sicher, ob ich das anstrengend finde. Denn ohne diesen Spannungsbogen bewegen sich die Protagonisten nur von Szene zu Szene und gucken, was passiert. Die Auflösung am Ende fand ich dann auch etwas <strong>underwhelming</strong>. </p>
<p>Zusätzlich hat sich <em>Dinniman</em> entschlossen, mittendrin eine der besten Figuren für eine Weile aus der Story zu entfernen – eine Figur, deren dramaturgische Aufgabe es ist, Hintergrundinfos sowohl an den Protagonisten als auch an den Leser zu vermitteln. Diese Ebene fehlt nun für einen großen Teil der Story. </p>
<p>Aber – ich meckere hier immer noch auf hohem Niveau. Zwar ist es das für mich uninteressanteste Buch bisher, aber dennoch war es alles andere als unspannend. Zwischendurch gab es immer wieder sehr schöne Momente und Ideen, und <em>Dinniman</em> weiß gängige Tropes aus Literatur und Popkultur einzubinden. </p>
<p>Es war halt nur einfach nicht so gut wie die vorherigen beiden Teile.</p>
<hr>
<p>Funfact: Ich habe bei dem vorherigen Band das Sleeve nicht abgenommen, deswegen war ich umso überraschter dass das Hardcover noch diese kleine Überraschung bereit hält.... <strong>Cool</strong>! </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776001855/photo_2026_04_12_15_50_25_35bc64025d.jpg" alt="photo_2026-04-12 15.50.25.jpeg"></p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Vaultwarden]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/vaultwarden-passwordmanager</link>
            <guid>vaultwarden-passwordmanager</guid>
            <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 11:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Warum ich jetzt Vaultwarden ausprobiere und Enpass nicht mehr so toll ist. 
Letztens las ich diesen Blogeintrag von Philipp über den Umstieg von 1Password auf Vaultwarden und dachte, dass es etwas ist, was für mich auch interessant wäre. Zwar habe ich eine Lifetime-Pro-Lizenz ^[Weil ich damals kaufte – in Zeiten, als es noch üblich war, einmal für Software zu zahlen] von Enpass, aber natürlich wurde seitdem eine Premium-Lizenz eingeführt, für welche man mich bittet, wieder monatlich zu bezahlen. Ohne diese kann ich keinen Authenticator nutzen oder Passkeys speichern. Ebenso fehlt jetzt eine Warnung bei Datendiebstahl ^[wo ich mir sicher bin, dass dies bereits Teil meiner Pro-Lizenz war]. Dazu gesellt sich auch das leichte Gefühl, dass es kaum spürbare Weiterentwicklung bei dieser App gibt und sie von den Entwicklern nur noch stiefmütterlich behandelt wird. 

Also, warum nicht Vaultwarden austesten? Vaultwarden ist eine leichtgewichtige, in Rust geschriebene Open-Source-Alternative zum Bitwarden-Server und ideal für Selfhosting. Es bietet erst einmal alles, was ich mit Enpass machen konnte.

Die Installation war mit Coolify schnell erledigt und ich konnte direkt meinen CSV-Export von Enpass nutzen. Auf Mac und Android konnte ich direkt die jeweiligen Bitwarden-Clients nutzen. Mein erstes Fazit: Bisher bin ich zufrieden. Die Oberfläche ist aufgeräumter und alles gefühlt etwas schneller. 

Der einzige Nachteil bisher gegenüber Enpass scheint, dass ich jetzt stärker auf die Cloud angewiesen bin; Enpass hatte hier einen Local-first-Ansatz mit optionalem Backup auf Cloudhoster wie Google Drive oder Dropbox.

Edit: Ich wurde auf Mastodon darauf hingewiesen dass Enpass doch Passkeys in der Pro Lizenz unterstützt. Auch wenn mir die App selber etwas anderes sagt. Es kann sein dass diese Anpassungen entweder noch kommen oder nur die mobilen Apps betreffen. Irgendwie undurchsichtig.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1773833328/vaultwarden_601abe5e3e.webp" alt="Screenshot Vaultwarden" title="Source: sourceforge.net"></p>
<p>Letztens las ich diesen <a href="https://knuspermagier.de/posts/2026/von-1password-zu-vaultwarden-erster-eindruck">Blogeintrag von <em>Philipp</em></a> über den Umstieg von <em>1Password</em> auf <a href="https://www.vaultwarden.net/"><em>Vaultwarden</em></a> und dachte, dass es etwas ist, was für mich auch interessant wäre. Zwar habe ich eine Lifetime-<em>Pro</em>-Lizenz ^[Weil ich damals kaufte – in Zeiten, als es noch üblich war, einmal für Software zu zahlen] von <em>Enpass</em>, aber <em>natürlich</em> wurde seitdem eine <em>Premium</em>-Lizenz eingeführt, für welche man mich bittet, wieder monatlich zu bezahlen. Ohne diese kann ich keinen <em>Authenticator</em> nutzen oder <em>Passkeys</em> speichern. Ebenso fehlt jetzt eine Warnung bei Datendiebstahl ^[wo ich mir sicher bin, dass dies bereits Teil meiner <em>Pro</em>-Lizenz war]. Dazu gesellt sich auch das leichte Gefühl, dass es kaum spürbare Weiterentwicklung bei dieser App gibt und sie von den Entwicklern nur noch stiefmütterlich behandelt wird. </p>
<p>Also, warum nicht <a href="https://github.com/dani-garcia/vaultwarden"><em>Vaultwarden</em></a> austesten? <em>Vaultwarden</em> ist eine leichtgewichtige, in <em>Rust</em> geschriebene <strong>Open-Source-Alternative</strong> zum <a href="https://bitwarden.com/"><em>Bitwarden</em></a>-Server und ideal für <strong>Selfhosting</strong>. Es bietet erst einmal alles, was ich mit <em>Enpass</em> machen konnte.</p>
<p>Die Installation war mit <a href="https://coolify.io/"><em>Coolify</em></a> schnell erledigt und ich konnte direkt meinen <strong>CSV-Export</strong> von <em>Enpass</em> nutzen. Auf <em>Mac</em> und <em>Android</em> konnte ich direkt die jeweiligen <em>Bitwarden</em>-Clients nutzen. Mein erstes Fazit: Bisher bin ich zufrieden. Die Oberfläche ist aufgeräumter und alles gefühlt etwas schneller. </p>
<p>Der einzige Nachteil bisher gegenüber <em>Enpass</em> scheint, dass ich jetzt stärker auf die Cloud angewiesen bin; <em>Enpass</em> hatte hier einen <strong>Local-first-Ansatz</strong> mit optionalem Backup auf Cloudhoster wie <em>Google Drive</em> oder <em>Dropbox</em>.</p>
<p><strong>Edit</strong>: <em>Ich wurde <a href="https://norden.social/@fihu/116250037277455270">auf Mastodon darauf hingewiesen </a> dass Enpass doch Passkeys in der Pro Lizenz unterstützt. Auch wenn mir die App selber etwas anderes sagt. Es kann sein dass diese Anpassungen entweder noch kommen oder nur die mobilen Apps betreffen. Irgendwie undurchsichtig.</em></p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Isles of the Emberdark - Brandon Sanderson]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/isles-of-the-emberdark-brandon-sanderson-secret-project-5</link>
            <guid>isles-of-the-emberdark-brandon-sanderson-secret-project-5</guid>
            <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 07:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Cosmere Deepdive
Ouh, ein neues Sanderson-Buch – das letzte ist ja schon mehr als ein halbes Jahr her. Also, was haben wir hier: 

Einordnung
Zum einen ist Isles of the Emberdark ein weiteres Buch aus Sandersons inzwischen ikonischem Secret Projects-Drop. Und dann ist es auch noch ein Cosmere-Buch – es spielt also in seinem buchserienübergreifenden Universum mit dem gleichen Namen. Und schlussendlich ist es auch noch eine Fortsetzung zur Kurzgeschichte „Sixth of the Dusk“ aus der Arcanum Unbounded-Anthologie. 

Der Autor sagt am Anfang selbst, dass es schwierig ist, eine direkte Fortsetzung zu einer Geschichte zu schreiben, die die wenigsten gelesen haben werden, weswegen eben diese Geschichte als Flashbacks im ersten Teil des Buches noch einmal eingebunden ist. Was jetzt nicht heißt, dass es für sich alleine steht. Im Gegenteil: Dies ist ein Buch, mit dem nur wenige Autoren durchkommen, da es aus meiner Sicht die aktuelle Ausgangslage der großen Cosmere-Buchserien inkl. Spin-offs benötigt. Kurz: Es ist ein Fan-Service. 

Ebenso wie Tress of the Emerald Sea oder The Sunlit Man ist es sehr stark in das Cosmere verwoben. Mehr noch, es ist sehr weit hinten in der aktuellen Timeline angesiedelt.

Ich glaube, man sollte zumindest folgende Bücher gelesen haben, um wirklich alle Referenzen zu verstehen oder um nicht gespoilert zu werden:

Die Stormlight Archive-Serie,
die Stormlight-Novelle Dawnshard,
Mistborn Era 1 und Era 2,
Mistborn: Secret History und Shadows for Silence in the Forests of Hell, beide in Arcanum Unbounded gesammelt,
sowie Tress of the Emerald Sea.

Man sollte also seine Hausaufgaben gemacht haben. Dafür wird man auch belohnt, denn es gibt Highlights: Zum einen wird – meines Wissens nach – zum ersten Mal wirklich etwas über Yolen und seine Bewohner erzählt – ein Ort mit signifikanter Wichtigkeit für das Cosmere.  
Und dann noch: Da die Geschichte am Ende der Timeline spielt, wird auch Bezug auf Ereignisse genommen, die noch nicht einmal passiert sind. Vage Andeutungen, eher Teaser als Exposition, aber dennoch ziemlich cool. Aber nur, sofern man wirklich ganz tief im Cosmere drinsteckt. Erwähnte ich den Fanservice? 

Handlung
Die Story ist – wie gesagt – eine direkte Fortsetzung einer Kurzgeschichte. Die Geschichte selbst handelte von einem Trapper, der sich durch eine gefährliche Dschungelinsel schlägt, und behandelte Chancen und Gefahren durch technischen Fortschritt für bestehende Traditionen ^[Ok, zugegeben, das hört sich jetzt dröger an, als es wirklich ist]. Dieses Buch spielt jetzt fünf Jahre später ^[was diese ganze erste Geschichte nun ebenfalls an das Ende der aktuellen Timeline setzt, was ich so nicht erwartet hätte], und der ehemalige Protagonist der Abenteuergeschichte findet sich nun in der ersten Hälfte eher in einem Buch über Politik, Kolonialisierung und Science-Fiction wieder. 

Protagonist Dusk findet sich in einer Welt wieder, die keine Insel-Trapper mehr braucht; diese läuft aber Gefahr, zum Spielball von Großmächten zu werden, weswegen er sich auf die Reise in das namensgebende Emberdark begibt, um die Vergangenheit seines Volkes und ein Mittel zur Verteidigung zu finden.

Und?
Wie man lesen kann: Das Buch fordert schon viel Vorwissen. Immer wieder musste ich nachschlagen oder mich erinnern, ob ich nicht den einen oder anderen Namen schon einmal gehört habe, wer erwähnte Personen waren, begleitet von einer stetigen Angst, gerade etwas Wichtiges nicht zu verstehen. Sandersons Cosmere ist inzwischen so stark gewachsen, dass die einstige Prämisse, man könne die Buchserien auch selektiv ohne Vorwissen lesen, nicht mehr gilt ^[Am ehesten vergleichbar mit Marvels MCU – zu viele Serien und Filme mit ebenso vielen Anspielungen. Ständig muss man wissen, wer gerade was wo macht und in welchem Verhältnis zu anderen steht. Superhero Fatigue ist real.].

Dennoch fühlte ich mich am Ende belohnt, auch wenn es sich ein bisschen wie ein Teaser für Zukünftiges angefühlt hat. 

Und: Ich hoffe, dass die kommende Mistborn Era 3 den Cosmere-Ansatz wieder etwas entschlackt.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1773050684/photo_2026_03_09_11_03_03_3b99269e60.jpg" alt="Isles of the Emberdark - Book in front of a bookshelf" title="Das Cover erinnert mich schon sehr stark an den Stil von Kurzgesagt"></p>
<p>Ouh, ein neues <em>Sanderson</em>-Buch – <a href="https://www.flore.nz/blog/the-lost-metal-brandon-sanderson-mistborn-7">das letzte</a> ist ja schon mehr als ein halbes Jahr her. Also, was haben wir hier: </p>
<!--more-->

<h3>Einordnung</h3>
<p>Zum einen ist <em>Isles of the Emberdark</em> ein weiteres Buch aus <em>Sandersons</em> inzwischen ikonischem <a href="https://www.flore.nz/blog/the-lost-metal-brandon-sanderson-mistborn-7"><em>Secret Projects</em>-Drop</a>. Und dann ist es auch noch ein <a href="https://www.flore.nz/blog/the-lost-metal-brandon-sanderson-mistborn-7"><em>Cosmere</em></a>-Buch – es spielt also in seinem buchserienübergreifenden Universum mit dem gleichen Namen. Und schlussendlich ist es auch noch eine Fortsetzung zur Kurzgeschichte „<em>Sixth of the Dusk</em>“ aus der <a href="https://www.flore.nz/blog/arcanum-unbounded-brandon-sanderson"><em>Arcanum Unbounded</em></a>-Anthologie. </p>
<p>Der Autor sagt am Anfang selbst, dass es schwierig ist, eine direkte Fortsetzung zu einer Geschichte zu schreiben, die die wenigsten gelesen haben werden, weswegen eben diese Geschichte als Flashbacks im ersten Teil des Buches noch einmal eingebunden ist. Was jetzt nicht heißt, dass es für sich alleine steht. Im Gegenteil: Dies ist ein Buch, mit dem nur wenige Autoren durchkommen, da es aus meiner Sicht die aktuelle Ausgangslage der großen <em>Cosmere</em>-Buchserien inkl. Spin-offs benötigt. Kurz: Es ist ein <strong>Fan-Service</strong>. </p>
<p>Ebenso wie <a href="https://www.flore.nz/blog/tress-of-the-emerald-sea-brandon-sanderson"><em>Tress of the Emerald Sea</em></a> oder <a href="https://www.flore.nz/blog/the-sunlit-man-brandon-sanderson-secret-project-4"><em>The Sunlit Man</em></a> ist es sehr stark in das <em>Cosmere</em> verwoben. Mehr noch, es ist sehr weit hinten in der aktuellen Timeline angesiedelt.</p>
<p>Ich glaube, man sollte zumindest folgende Bücher gelesen haben, um wirklich alle Referenzen zu verstehen oder um nicht gespoilert zu werden:</p>
<ul>
<li>Die <a href="https://www.flore.nz/series/the-stormlight-archives"><em>Stormlight Archive</em></a>-Serie,</li>
<li>die <em>Stormlight</em>-Novelle <a href="https://www.flore.nz/blog/dawnshard-brandon-sanderson-stormlight-archive-novella"><em>Dawnshard</em></a>,</li>
<li><em>Mistborn</em> Era 1 und Era 2,</li>
<li><em>Mistborn: Secret History</em> und <em>Shadows for Silence in the Forests of Hell</em>, beide in <a href="https://www.flore.nz/blog/arcanum-unbounded-brandon-sanderson"><em>Arcanum Unbounded</em></a> gesammelt,</li>
<li>sowie <a href="https://www.flore.nz/blog/tress-of-the-emerald-sea-brandon-sanderson"><em>Tress of the Emerald Sea</em></a>.</li>
</ul>
<p>Man sollte also seine Hausaufgaben gemacht haben. Dafür wird man auch belohnt, denn es gibt Highlights: Zum einen wird – meines Wissens nach – zum ersten Mal wirklich etwas über <em>Yolen</em> und seine Bewohner erzählt – ein Ort mit signifikanter Wichtigkeit für das <em>Cosmere</em>.  <br>Und dann noch: Da die Geschichte am Ende der Timeline spielt, wird auch Bezug auf Ereignisse genommen, die noch nicht einmal passiert sind. Vage Andeutungen, eher Teaser als Exposition, aber dennoch ziemlich cool. Aber nur, sofern man wirklich ganz tief im <em>Cosmere</em> drinsteckt. Erwähnte ich den <strong>Fanservice</strong>? </p>
<h3>Handlung</h3>
<p>Die Story ist – wie gesagt – eine direkte Fortsetzung einer Kurzgeschichte. Die Geschichte selbst handelte von einem Trapper, der sich durch eine gefährliche Dschungelinsel schlägt, und behandelte Chancen und Gefahren durch technischen Fortschritt für bestehende Traditionen ^[Ok, zugegeben, das hört sich jetzt dröger an, als es wirklich ist]. Dieses Buch spielt jetzt fünf Jahre später ^[was diese ganze erste Geschichte nun ebenfalls an das Ende der aktuellen Timeline setzt, was ich so nicht erwartet hätte], und der ehemalige Protagonist der Abenteuergeschichte findet sich nun in der ersten Hälfte eher in einem Buch über Politik, Kolonialisierung und <strong>Science-Fiction</strong> wieder. </p>
<p>Protagonist <em>Dusk</em> findet sich in einer Welt wieder, die keine Insel-Trapper mehr braucht; diese läuft aber Gefahr, zum Spielball von Großmächten zu werden, weswegen er sich auf die Reise in das namensgebende <em>Emberdark</em> begibt, um die Vergangenheit seines Volkes und ein Mittel zur Verteidigung zu finden.</p>
<h3>Und?</h3>
<p>Wie man lesen kann: Das Buch fordert schon viel Vorwissen. Immer wieder musste ich nachschlagen oder mich erinnern, ob ich nicht den einen oder anderen Namen schon einmal gehört habe, wer erwähnte Personen waren, begleitet von einer stetigen Angst, gerade etwas Wichtiges nicht zu verstehen. <em>Sandersons</em> <em>Cosmere</em> ist inzwischen so stark gewachsen, dass die einstige Prämisse, man könne die Buchserien auch selektiv ohne Vorwissen lesen, nicht mehr gilt ^[Am ehesten vergleichbar mit <em>Marvels</em> <em>MCU</em> – zu viele Serien und Filme mit ebenso vielen Anspielungen. Ständig muss man wissen, wer gerade was wo macht und in welchem Verhältnis zu anderen steht. <strong>Superhero Fatigue</strong> ist real.].</p>
<p>Dennoch fühlte ich mich am Ende belohnt, auch wenn es sich ein bisschen wie ein Teaser für Zukünftiges angefühlt hat. </p>
<p>Und: Ich hoffe, dass die kommende <em>Mistborn</em> Era 3 den <em>Cosmere</em>-Ansatz wieder etwas entschlackt.</p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Wie KI in diesem Blog zum Einsatz kommt]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/disclaimer-ai-ki-blog</link>
            <guid>disclaimer-ai-ki-blog</guid>
            <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Wie und wofür ich Künstliche Intelligenz in diesem Blog benutze. 
Da wir uns scheinbar kollektiv dazu entschlossen haben, unser Internet mit AI Slop vollzumüllen, will ich kurz aufschreiben, wie ich bisher und in Zukunft Künstliche Intelligenz nutze.

Ich schreibe meine Texte selber; weder gebe ich einer KI eine Outline, noch lasse ich Artikel generieren ^[Anmerkung: Ich habe es doch einmal gemacht, damals, als es neu war. Die Qualität war mies und es fühlte sich seelenlos an. Welcher Text, sage ich aber nicht – aber vielleicht findest du es heraus.]. Auch Bilder werden, sofern nicht anders gekennzeichnet, entsprechend real sein.

Da ich aber kein Luddit bin und KI nicht generell verteufele, nutze ich sie trotzdem für folgende Anwendungsfälle:

Rechtschreibkorrektur, Kommasetzung und Grammatik.
Übersetzungen.

Warum? Zum einen, weil ich eine komplexe Beziehung zu dass/das habe. Ich umschreibe Sätze oft, entferne Fragmente vorheriger Versionen aber nicht immer ganz und fühle mich einfach besser damit. Ich bin relativ zuversichtlich, dass gängige KI dies zuverlässig hinkriegt.

Und Übersetzungen: Einfach aus Zeitgründen. Ich kann fließend Englisch lesen, schreiben und sprechen, dennoch kostet es Zeit. Um meine Motivation zu halten, will ich mir selber so wenig Steine in den Weg legen wie möglich, weswegen die Texte entweder von einer AI oder DeepL übersetzt werden.

Sollte ich doch ein LLM für etwas abseits des Genannten verwenden, werde ich dies kennzeichnen. Und da ich es mir nicht nehmen lassen konnte, direkt die Chance zu nutzen, dies zu veranschaulichen: Das folgende Bild ist definitiv AI-generiert.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Da wir uns scheinbar kollektiv dazu entschlossen haben, unser Internet mit AI Slop vollzumüllen, will ich kurz aufschreiben, wie ich bisher und in Zukunft <em>Künstliche Intelligenz</em> nutze.</p>
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<p>Ich schreibe meine Texte selber; weder gebe ich einer KI eine Outline, noch lasse ich Artikel generieren ^[Anmerkung: Ich habe es doch einmal gemacht, damals, als es neu war. Die Qualität war mies und es fühlte sich seelenlos an. Welcher Text, sage ich aber nicht – aber vielleicht findest du es heraus.]. Auch Bilder werden, sofern nicht anders gekennzeichnet, entsprechend <strong>real</strong> sein.</p>
<p>Da ich aber kein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Luddite"><em>Luddit</em></a> bin und KI nicht generell verteufele, nutze ich sie trotzdem für <strong>folgende Anwendungsfälle</strong>:</p>
<ul>
<li><em>Rechtschreibkorrektur, Kommasetzung und Grammatik.</em></li>
<li><em>Übersetzungen.</em></li>
</ul>
<p><strong>Warum?</strong> Zum einen, weil ich eine komplexe Beziehung zu dass/das habe. Ich umschreibe Sätze oft, entferne Fragmente vorheriger Versionen aber nicht immer ganz und fühle mich einfach besser damit. Ich bin relativ zuversichtlich, dass gängige KI dies zuverlässig hinkriegt.</p>
<p>Und Übersetzungen: Einfach aus Zeitgründen. Ich kann fließend Englisch lesen, schreiben und sprechen, dennoch kostet es Zeit. Um meine Motivation zu halten, will ich mir selber so wenig Steine in den Weg legen wie möglich, weswegen die Texte entweder von einer <em>AI</em> oder <em>DeepL</em> übersetzt werden.</p>
<p><strong>Sollte</strong> ich doch ein <em>LLM</em> für etwas abseits des Genannten verwenden, werde ich dies kennzeichnen. Und da ich es mir nicht nehmen lassen konnte, direkt die Chance zu nutzen, dies zu veranschaulichen: Das folgende Bild <strong>ist definitiv AI-generiert</strong>.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1773055953/ai_slop_symbolbild_9c8c073a07.jpg" alt="DIESES BILD IST AI GENERIERT!!!!" title="AI SLOP"></p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Open Tabs - wie ich versehentlich eine neue Blogplattform baute]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/open-tabs-linkblog-raindrop-io-api</link>
            <guid>open-tabs-linkblog-raindrop-io-api</guid>
            <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 14:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Warum ich jetzt einen zweiten Blog habe und warum ihr ihn abonnieren solltet.
Dieser Blog hatte nie wirklich eine klare Richtung. Kein festgelegtes Thema, keine Nische – das war ein bisschen Absicht, ein bisschen Faulheit. Ich wollte einfach über das schreiben, was mich gerade beschäftigt. Dass ich dadurch auch meine Lesemotivation aufrechterhalten wollte, war so erst gar nicht geplant. 

Das Problem dabei: Sobald der Alltag dazwischenfunkt, fehlt die Zeit für ordentliche Artikel. Und so kommt es, dass ich aktuell nach jedem Buch ein Foto mache und es hier hochlade. Vorhersehbar und auch zeitlich gut einzuschätzen. 

Dennoch fehlte mir irgendwie eine Möglichkeit, Dinge schnell zu teilen, ohne gleich ein langes Essay zu schreiben. Bis ich letztens einen Gedanken hatte. 

Das Konzept: Raindrop.io als Backend
Ich sammle schon seit Jahren – mit wechselnder Motivation – Bookmarks in Raindrop.io. Artikel, Tools, Videos, Repos – alles landet dort, schön sortiert in Collections und versehen mit Tags. Dabei fiel mir auf: Raindrop bietet pro Bookmark ein beliebig langes Notizfeld. Das ist eigentlich alles, was man für ein Linkblog braucht: einen Link und einen kurzen Kommentar in Markdown, fertig.

Eine wirklich sehr kurze Recherche später habe ich VS Code gestartet und herumgespielt. Herausgekommen ist dabei eine neue Seite – eine wilde Mischung aus Linklog und Linksammlung. Zielgruppe unbekannt, aber erst mal gefällt es mir. 

Das Ergebnis – mit dem vorerst unkreativen Namen "Open Tabs" – findet sich hier.

Aktuell ist offensichtlich noch alles sehr "Beta". Das Logo wird sich noch ändern und auch der Name war nur das erst zweitbeste, was mir eingefallen ist. Aber gerade versuche ich, den inneren Perfektionisten zu ignorieren, und gebe mich erstmal zufrieden. 

Die Steuerung: Tags als Schalter
Einfach Raindrop.io als Backend und Datenbank zu nutzen, bringt ein paar Hindernisse mit sich. Mit jeder herkömmlichen Blogsoftware kann ich relativ genau kontrollieren, wie Daten angezeigt werden. Diese Möglichkeit bietet Raindrop auf den ersten Blick nicht – außer ich nutze Tags.

Deswegen habe ich mir Control-Tags eingebaut, die das Verhalten eines Eintrags beeinflussen:

Recommended: Ein Bookmark mit curated/recommend landet in einem eigenen Empfehlungsfeed und ist direkt auf der Startseite oder der Empfehlungsseite sichtbar.
Pin-Tags: Ein Tag pinnt einen Eintrag oben in der Collection fest, wenn ich curated/pinned setze.
Highlight-Tags: Setze ich curated/highlight, wird das Bookmark in der Collection optisch hervorgehoben.
... und noch weitere.

Der Endnutzer – also DU – siehst von dieser Logik nichts. Die Control-Tags werden im Frontend einfach ausgeblendet. Fand ich erstmal clever. Ob es wirklich so ist, wird wohl die Zeit zeigen. 

RSS überall
Ich mag RSS, also gibt es hier auch reichlich davon. Jede Collection hat ihren eigenen Feed, z. B. meine Sammlung für Note Taking Apps. Die Empfehlungen haben einen eigenen Feed und es gibt einen globalen Feed für alles zusammen. ^[Ich rate allerdings davon ab, diesen zu abonnieren. Dieser ist wirklich sehr ungefiltert und random.] 

Der Tech-Stack
Technisch läuft das Ganze auf Nuxt 4 mit Nuxt UI, Tailwind CSS und Pinia. Die Raindrop-API ist äußerst angenehm zu nutzen – alles, was ich brauche, ist vorhanden. Das Layout ist funktional, wobei aus UI- und UX-Sicht sicher noch viel Luft nach oben ist. Auch mildly interesting, ich konnte mich mit Nuxt Layern beschäftigen!

Was kommt als Nächstes?
Inhaltlich wird es sich wohl hauptsächlich um Technik, Apps, Bücher, Hobbys, Software und Webentwicklung drehen – das ist schlicht das, womit ich täglich zu tun habe. Aber ich behalte mir vor, auch andere Themen einzustreuen, wenn mir etwas Interessantes über den Weg läuft. Im Grunde ist es ein Braindump mit Linklisten.

Und: Ob ich künftig mehr auf Englisch schreibe? Vielleicht. Erst einmal läuft das hier auf Deutsch weiter – allerdings mit gelegentlichen englischen Artikeln, so wie diesem hier.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Blog hatte nie wirklich eine klare Richtung. Kein festgelegtes Thema, keine Nische – das war ein bisschen Absicht, ein bisschen Faulheit. Ich wollte einfach über das schreiben, was mich gerade beschäftigt. <strong>Dass</strong> ich dadurch auch meine <em>Lesemotivation</em> aufrechterhalten wollte, war so erst gar nicht geplant. </p>
<p>Das Problem dabei: Sobald der Alltag dazwischenfunkt, fehlt die Zeit für ordentliche Artikel. Und so kommt es, dass ich aktuell nach jedem Buch ein Foto mache und es hier hochlade. Vorhersehbar und auch zeitlich gut einzuschätzen. </p>
<p>Dennoch fehlte mir irgendwie eine Möglichkeit, Dinge schnell zu teilen, ohne gleich ein langes <em>Essay</em> zu schreiben. Bis ich letztens einen Gedanken hatte. </p>
<!--more-->

<h3>Das Konzept: Raindrop.io als Backend</h3>
<p>Ich sammle schon seit Jahren – mit wechselnder Motivation – Bookmarks in <strong><a href="https://raindrop.io">Raindrop.io</a></strong>. Artikel, Tools, Videos, Repos – alles landet dort, schön sortiert in <em>Collections</em> und versehen mit <em>Tags</em>. Dabei fiel mir auf: <strong>Raindrop</strong> bietet pro Bookmark ein beliebig langes Notizfeld. Das ist eigentlich alles, was man für ein <strong>Linkblog</strong> braucht: einen Link und einen kurzen Kommentar in <em>Markdown</em>, fertig.</p>
<p>Eine wirklich sehr kurze Recherche später habe ich <strong>VS Code</strong> gestartet und herumgespielt. Herausgekommen ist dabei eine neue Seite – eine wilde Mischung aus <em>Linklog</em> und <em>Linksammlung</em>. Zielgruppe unbekannt, aber erst mal gefällt es mir. </p>
<p>Das Ergebnis – mit dem vorerst unkreativen Namen <strong>&quot;Open Tabs&quot;</strong> – findet sich <a href="https://opentabs.flore.nz">hier</a>.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800830/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_752_29af61bb58.jpg" alt="opentabs-start-darkmode.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800568/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_763_c5d218b7f7.jpg" alt="opentabs-rec-feed.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800568/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_070_5b0c4d27cd.jpg" alt="opentabs-collection-dark2.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800570/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_324_998aa11078.jpg" alt="opentabs-darkmode-1.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800569/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_875_b27b9a279a.jpg" alt="opentabs-detail.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800569/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_721_3f98959bbe.jpg" alt="opentabs-collection-darkmode.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800569/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_882_5984b16adc.jpg" alt="opentabs-rec-1.jpg"></p>
<p>Aktuell ist offensichtlich noch alles sehr &quot;<strong>Beta</strong>&quot;. Das Logo wird sich noch ändern und auch der Name war nur das <del>erst</del> zweitbeste, was mir eingefallen ist. Aber gerade versuche ich, den inneren Perfektionisten zu ignorieren, und gebe mich <em>erstmal</em> zufrieden. </p>
<h3>Die Steuerung: Tags als Schalter</h3>
<p>Einfach <strong>Raindrop.io</strong> als Backend und Datenbank zu nutzen, bringt ein paar Hindernisse mit sich. Mit jeder herkömmlichen Blogsoftware kann ich relativ genau kontrollieren, wie Daten angezeigt werden. Diese Möglichkeit bietet <em>Raindrop</em> auf den ersten Blick nicht – <strong>außer ich nutze Tags.</strong></p>
<p>Deswegen habe ich mir <strong>Control-Tags</strong> eingebaut, die das Verhalten eines Eintrags beeinflussen:</p>
<ul>
<li><strong>Recommended</strong>: Ein Bookmark mit <code>curated/recommend</code> landet in einem eigenen <a href="https://opentabs.flore.nz/recommendations/feed">Empfehlungsfeed</a> und ist direkt auf der Startseite oder der <a href="https://opentabs.flore.nz/recommendations">Empfehlungsseite</a> sichtbar.</li>
<li><strong>Pin-Tags</strong>: Ein Tag pinnt einen Eintrag oben in der <em>Collection</em> fest, wenn ich <code>curated/pinned</code> setze.</li>
<li><strong>Highlight-Tags</strong>: Setze ich <code>curated/highlight</code>, wird das Bookmark in der <em>Collection</em> optisch hervorgehoben.</li>
<li>... und noch weitere.</li>
</ul>
<p>Der Endnutzer – also <strong>DU</strong> – siehst von dieser Logik nichts. Die <em>Control-Tags</em> werden im Frontend einfach ausgeblendet. Fand ich <em>erstmal</em> clever. Ob es wirklich so ist, wird wohl die Zeit zeigen. </p>
<h3>RSS überall</h3>
<p>Ich mag <strong>RSS</strong>, also gibt es hier auch reichlich davon. Jede <em>Collection</em> hat ihren eigenen Feed, z. B. meine <a href="https://opentabs.flore.nz/collections/67432251/feed">Sammlung für Note Taking Apps</a>. Die Empfehlungen haben einen <a href="https://opentabs.flore.nz/recommendations/feed">eigenen Feed</a> und es gibt einen <a href="https://opentabs.flore.nz/feed">globalen Feed</a> für alles zusammen. ^[Ich rate allerdings davon ab, diesen zu abonnieren. Dieser ist wirklich sehr ungefiltert und random.] </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772801839/mobile2_dark_166a66d864.jpg" alt="mobile2-dark.jpg"><br><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772801838/mobile1_light_1c0abe1b47.jpg" alt="mobile1-light.jpg"></p>
<h3>Der Tech-Stack</h3>
<p>Technisch läuft das Ganze auf <strong>Nuxt 4</strong> mit <strong>Nuxt UI</strong>, <strong>Tailwind CSS</strong> und <strong>Pinia</strong>. Die <em>Raindrop-API</em> ist äußerst angenehm zu nutzen – alles, was ich brauche, ist vorhanden. Das Layout ist funktional, wobei aus <em>UI</em>- und <em>UX</em>-Sicht sicher noch viel Luft nach oben ist. Auch mildly interesting, ich konnte mich mit Nuxt Layern beschäftigen!</p>
<hr>
<h3>Was kommt als Nächstes?</h3>
<p>Inhaltlich wird es sich wohl hauptsächlich um Technik, Apps, Bücher, Hobbys, Software und Webentwicklung drehen – das ist schlicht das, womit ich täglich zu tun habe. Aber ich behalte mir vor, auch andere Themen einzustreuen, wenn mir etwas Interessantes über den Weg läuft. Im Grunde ist es ein <strong>Braindump mit Linklisten</strong>.</p>
<p>Und: Ob ich künftig mehr auf Englisch schreibe? Vielleicht.  Erst einmal läuft das hier auf Deutsch weiter – allerdings mit gelegentlichen englischen Artikeln, so wie diesem hier.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Carl's Doomsday Scenario - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/carl-s-doomsday-scenario-matt-dinniman-dungeon-crawler-carl-2</link>
            <guid>carl-s-doomsday-scenario-matt-dinniman-dungeon-crawler-carl-2</guid>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Es geht nahtlos weiter und hatte es genauso schnell durch wie den vorherigen Teil. Die 350 Seiten waren in Rekordzeit gelesen und immer noch begeistert und genauso immer noch skeptisch ob sich das Szenario wirklich über 10 geplante Bücher ziehen kann.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772192815/photo_2026_02_27_12_46_39_d5827c4a73.jpg" alt="photo_2026-02-27 12.46.39.jpeg"></p>
<p>Es geht nahtlos weiter und hatte es genauso schnell durch wie den <a href="https://www.flore.nz/blog/dungeon-crawler-carl-matt-dinniman">vorherigen Teil</a>. Die 350 Seiten waren in Rekordzeit gelesen und immer noch begeistert und genauso immer noch skeptisch ob sich das Szenario wirklich über 10 <em>geplante</em> Bücher ziehen kann. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Jade War - Fonda Lee]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/jade-war-fonda-lee-green-bone-saga-2</link>
            <guid>jade-war-fonda-lee-green-bone-saga-2</guid>
            <pubDate>Tue, 17 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Yakuza, Inc
Der zweite Teil der Green Bone Saga. Im Gegensatz zum ersten, spielt ein recht großer Teil der Handlung dieses Mal ausserhalb der Heimat Insel der Magie-Triaden Familien und erinnert dieses Mal mehr an den Paten als an alte Hong Kong Heroic Bloodshed Filme. Alles in allen ist es eine solide Fortsetzung. 

Mehr später, wenn ich dann den dritten Teil gelesen habe.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1771581844/photo_2026_02_20_11_02_13_f0dd3e727d.jpg" alt="Jade War - Fonda Lee"></p>
<p>Der zweite Teil der Green Bone Saga. Im Gegensatz zum ersten, spielt ein recht großer Teil der Handlung dieses Mal ausserhalb der Heimat Insel der Magie-Triaden Familien und erinnert dieses Mal mehr an den Paten als an alte Hong Kong Heroic Bloodshed Filme. Alles in allen ist es eine solide Fortsetzung. </p>
<p>Mehr später, wenn ich dann den dritten Teil gelesen habe. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Dungeon Crawler Carl - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/dungeon-crawler-carl-matt-dinniman</link>
            <guid>dungeon-crawler-carl-matt-dinniman</guid>
            <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Großartiger Auftakt! 
Nachdem Aliens die Erde annektiert haben, findet Carl sich in einer interstellaren RealityTV Spielshow wieder und muss sich - zusammen mit seiner Katze Princess Donut - durch einen Haufen Dungeons, Gegner und Bossen kämpfen. 

Dungeon Crawler Carl ist genau dass was der Titel vermuten lässt: Eine spaßiger, kurzweiliger Roman mit Inspiration aus Hitchhikers Guide, Ready Player One und Scheibenwelt Roman.

Ich hoffe wirklich dass die anderen neun (!!!) Teile dieser Serie hier mithalten können.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1770200522/photo_2026_02_04_11_21_37_7dbbfdea14.jpg" alt="photo_2026-02-04 11.21.37.jpeg"></p>
<p>Nachdem Aliens die Erde annektiert haben, findet Carl sich in einer interstellaren RealityTV Spielshow wieder und muss sich - zusammen mit seiner Katze Princess Donut - durch einen Haufen Dungeons, Gegner und Bossen kämpfen. </p>
<!--more-->

<p>Dungeon Crawler Carl ist genau dass was der Titel vermuten lässt: Eine spaßiger, kurzweiliger Roman mit Inspiration aus <em>Hitchhikers Guide</em>, <em>Ready Player One</em> und <a href="https://from.flore.nz/go/discworld"><em>Scheibenwelt</em></a> Roman.</p>
<p>Ich hoffe wirklich dass die anderen neun (!!!) Teile dieser Serie hier mithalten können. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Jade City - Fonda Lee]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/jade-city-fonda-lee-green-bone-1</link>
            <guid>jade-city-fonda-lee-green-bone-1</guid>
            <pubDate>Tue, 27 Jan 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Der Pate, aber mit Superkräften... 
Jade City ist der erste Band der Green Bone Saga und ist im ersten Band so als hätte Mario Puzo zusammen mit dem 80er Jahre John Woo ein Heroic Bloodshed Drehbuch geschrieben und dann noch Fantasy Elemente hineingestreut. Kurz: Mafia und Triaden/Yakuza und Magie. 

Und funktioniert ganz gut. Band 2 ist bereits gekauft.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1769774907/jade_city_fonda_lee_frontcover_47f63edbd8.jpg" alt="Jade City Buch wird von einer Hand vor einem Bücherregal gehalten!" title="Jade City von Fonda Lee"></p>
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<p>Jade City ist der erste Band der Green Bone Saga und ist im ersten Band so als hätte <em>Mario Puzo</em> zusammen mit dem 80er Jahre <em>John Woo</em> ein <em>Heroic Bloodshed</em> Drehbuch geschrieben und dann noch Fantasy Elemente hineingestreut. Kurz: Mafia und Triaden/Yakuza und Magie. </p>
<p>Und funktioniert ganz gut. Band 2 ist bereits gekauft. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Measure - Nikki Erlick]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-measure-nikki-erlick</link>
            <guid>the-measure-nikki-erlick</guid>
            <pubDate>Fri, 16 Jan 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Little boxes on the hillside, Little boxes made of ticky-tacky, Little boxes, little boxes Little boxes all the same. 
The Measure startet mit dieser Ausgangslage: Eines Morgens wachen alle Bewohner der Erde auf und finden eine Box auf ihrer Türschwelle. In dieser Box liegt ein Faden, der die Länge ihres Lebens visualisieren soll. Dennoch handelt es sich bei diesem Buch nicht um Science-Fiction oder Fantasy.

Eher ist es eine Geschichte, die zum Nachdenken und Philosophieren einlädt. Würde ich als Leser diese Box öffnen? Will ich die Länge meines eigenen Lebens wissen? Und welche Auswirkungen hat dieses Wissen auf die eigentliche Antwort?

Nikki Erlick stellt diese Fragen und erzählt die Geschichte mithilfe der Sichtweisen einer Handvoll Personen im Laufe eines Jahres. Dabei greift sie verschiedene Auswirkungen auf die Gesellschaft auf: Kann ich mit jemandem ein Leben aufbauen, der oder die vielleicht nur noch wenige Jahre zu leben hat? Sollte ich eine Person mit einer kurzen Schnur einstellen? Was passiert, wenn ich nur Menschen mit langen Schnüren in eine Schlacht schicke? Wie verhält sich die Gesellschaft, wenn sie von einem Populisten gespalten wird? Und natürlich: Würde ich diese Box öffnen wollen?

Mir hat es Spaß gemacht, die „Regeln“ der Schnüre zu verstehen und herauszufinden, welchen Einfluss diese auf unser Leben haben könnten. Während und nach dem Lesen möchte man sich und andere gerne in ein Gespräch darüber verwickeln.

Nicht so gefallen hat mir die Charaktertiefe einiger Figuren; beispielsweise ist ein Antagonist einfach nur ein schlechter Mensch, weil es die Geschichte so verlangt. Auch viele andere Figuren sind teils so flach und vorhersehbar, dass diese vermutlich nur auf Menschen spannend wirken, die noch nie ein Buch gelesen haben. Wer komplexe Charaktere und Storytwists erwartet, sollte seine Erwartungen hier vermutlich herunterschrauben. Man muss viele Dinge einfach akzeptieren – genauso wie die Menschen in diesem Buch einfach die Boxen (im Text stand „Würfel“, vermutlich waren die Boxen gemeint) akzeptieren.

Kurz: Die ganze Geschichte lebt von der Idee der Schnüre, und man merkt, dass die Autorin viel Spaß dabei hatte, den potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft nachzugehen. Und auch wenn ich mir hier noch etwas mehr Tiefe erwartet hätte, hat mir das, was ich gelesen habe, Freude bereitet.

Wer Lust auf eine Geschichte mit einem spannenden Ansatz hat, macht mit The Measure nichts falsch.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1768817865/the_measure_nicki_erlick_e86a7b3278.jpg" alt="Hand hält Buch vor einem Bücherregal" title="The Measure - Nikki Erlick"></p>
<p><em>The Measure</em> startet mit dieser Ausgangslage: Eines Morgens wachen alle Bewohner der Erde auf und finden eine Box auf ihrer Türschwelle. In dieser Box liegt ein <strong>Faden</strong>, der die Länge ihres Lebens visualisieren soll. Dennoch handelt es sich bei diesem Buch nicht um Science-Fiction oder Fantasy.</p>
<p>Eher ist es eine Geschichte, die zum <strong>Nachdenken und Philosophieren</strong> einlädt. Würde ich als Leser diese Box öffnen? Will ich die Länge meines eigenen Lebens wissen? Und welche Auswirkungen hat dieses Wissen auf die eigentliche Antwort?</p>
<p><em>Nikki Erlick</em> stellt diese Fragen und erzählt die Geschichte mithilfe der Sichtweisen einer Handvoll Personen im Laufe eines Jahres. Dabei greift sie verschiedene Auswirkungen auf die Gesellschaft auf: Kann ich mit jemandem ein Leben aufbauen, der oder die vielleicht nur noch wenige Jahre zu leben hat? Sollte ich eine Person mit einer kurzen Schnur einstellen? Was passiert, wenn ich nur Menschen mit langen Schnüren in eine Schlacht schicke? Wie verhält sich die Gesellschaft, wenn sie von einem <strong>Populisten</strong> gespalten wird? Und natürlich: <em>Würde ich diese Box öffnen wollen?</em></p>
<p>Mir hat es Spaß gemacht, die „Regeln“ der Schnüre zu verstehen und herauszufinden, welchen Einfluss diese auf unser Leben haben könnten. Während und nach dem Lesen möchte man sich und andere gerne in ein Gespräch darüber verwickeln.</p>
<p>Nicht so gefallen hat mir die <strong>Charaktertiefe</strong> einiger Figuren; beispielsweise ist ein Antagonist einfach nur ein schlechter Mensch, weil es die Geschichte so verlangt. Auch viele andere Figuren sind teils so flach und vorhersehbar, dass diese vermutlich nur auf Menschen spannend wirken, die noch nie ein Buch gelesen haben. Wer komplexe Charaktere und Storytwists erwartet, sollte seine Erwartungen hier vermutlich herunterschrauben. Man muss viele Dinge einfach akzeptieren – genauso wie die Menschen in diesem Buch einfach die Boxen (im Text stand „Würfel“, vermutlich waren die Boxen gemeint) akzeptieren.</p>
<p><strong>Kurz:</strong> Die ganze Geschichte lebt von der <strong>Idee der Schnüre</strong>, und man merkt, dass die Autorin viel Spaß dabei hatte, den potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft nachzugehen. Und auch wenn ich mir hier noch etwas mehr Tiefe erwartet hätte, hat mir das, was ich gelesen habe, Freude bereitet.</p>
<p>Wer Lust auf eine Geschichte mit einem <strong>spannenden Ansatz</strong> hat, macht mit <em>The Measure</em> nichts falsch.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Enders Game - Orson Scott Card]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/enders-game-orson-scott-card</link>
            <guid>enders-game-orson-scott-card</guid>
            <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Full Metal Jacket - im WELTRAUM! Mit KINDERN! FUN FUN FUN!
Es gibt so Bücher, die einfach in jeder Science-Fiction-Bestenliste auftauchen. Ender’s Game von Orson Scott Card ist eines davon. Aber ist es wirklich so gut?

Erst einmal ist es ein Young-Adult-Roman, dessen sollte man sich bewusst sein. Man sollte also keine ausgefeilte Hard-Science-Fiction oder komplexe Themen erwarten. Gleichzeitig ist das Buch scheinbar schon so tief in der Popkultur verwurzelt, dass ich das Ende irgendwie habe kommen sehen – ein vages Gefühl, es schon einmal gesehen zu haben. Vermutlich ist das vergleichbar mit jemandem, der noch nie Stirb Langsam gesehen hat, aber gefühlt die Story durch zahlreiche Copycat-Filme, Zitate und Memes irgendwie schon kennt.

Dann sollte man auch noch wissen, dass der Protagonist ein sechsjähriger Junge ist. Das ist komplett seltsam, da er sich einfach nicht so benimmt. Kein Kind benimmt sich in dieser Welt normal. Ja, ich weiß, wir haben hier ein supertalentiertes Mastermind-Wunderkind vor uns. Vielleicht habe ich auch falsch in Erinnerung, wie ein Sechsjähriger denkt und fühlt – aber ich hatte harte Probleme, dies zu glauben. Vielleicht ist das auch der Grund, dass der Hauptdarsteller in der gleichnamigen Verfilmung mindestens doppelt so alt ist wie in der Vorlage ^[Kleine Filmkritik: Ich habe den Film direkt nach Ende des Buches gesehen und würde davon abraten. Der Film überspringt wichtige Passagen des Buches, fast sogar den kompletten Mittelteil. Und ändert auch das Ende. Leider zum Schlechteren. Einfach nicht gucken. 3/10].

Auch interessant: Am Anfang wird gesagt, dass ein bestimmter Charakter viel zu aggressiv für das Programm ist, später in der Kadettenschule scheint es dort aber nur von Psychopathen zu wimmeln. Für eine interstellare Flotte mit Personalmangel scheint diese ziemlich random in ihrem Auswahlprozess zu sein. Genervt hat mich auch eine Situation direkt im ersten Kapitel, die im Nachhinein als Red Herring angesehen werden kann. ^[Spoiler: Was soll das mit der fast missglückten OP. Der Junge stirbt fast, ist im nächsten Absatz aber direkt fit und wird nie erwähnt? Und dann sagt der Arzt noch Dinge die eher wie Foreshadowing klingen, als ein normaler Dialog? Oder habe nur ich das gelesen?]

Übrigens: Als ich das Buch in der Hand hatte und das Cover angeschaut habe, wusste ich direkt, dass dies eine Illustration von John Harris (https://amzn.to/4qFcugg) ist. Ein Illustrator, den ich bereits von Ann Leckies "Imperial Radch" Büchern oder der "Old Man’s War" Reihe von John Scalzi kenne. Direkt eine Aufwertung!

Alles in allem aber eine solide Geschichte, die irgendwo zwischen Full Metal Jacket und Starship Troopers angesiedelt ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Message, die das Buch sendet, unterstützen will ^[Abhärtung durch psychischen Terror und Isolation... Weiss ich nicht, Digga], aber es hat Spaß gemacht. Und dass jedes Kapitel mit einem Gespräch von namenlosen Offizieren beginnt, ist ein interessanter Kniff. Ich glaube aber, dass das Buch zu seiner Zeit besser und überraschender war als im Jahr 2026. 

Wenn es aber um Young Adult Science Fiction geht, würde ich heute eher Red Rising empfehlen, das hat mir eindeutig besser gefallen. 

Scheinbar gibt es noch einen Haufen Nachfolgebücher, aber die werde ich wohl nicht lesen. Die Geschichte ist für mich abgeschlossen genug, als dass ich an weiteren Episoden aus diesem Universum interessiert bin.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1767691540/photo_2026_01_06_10_25_21_fd107542df.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch Enders Game hoch, im Hintergrund ist ein Buchregal zu erkennen." title="Enders Game - das Titelcover kommt von George Harris"></p>
<p>Es gibt so Bücher, die einfach in jeder <strong>Science-Fiction-Bestenliste</strong> auftauchen. <em>Ender’s Game</em> von <em>Orson Scott Card</em> ist eines davon. Aber ist es wirklich so gut?</p>
<!--more-->

<p>Erst einmal ist es ein <strong>Young-Adult-Roman</strong>, dessen sollte man sich bewusst sein. Man sollte also keine ausgefeilte <em>Hard-Science-Fiction</em> oder komplexe Themen erwarten. Gleichzeitig ist das Buch scheinbar schon so tief in der Popkultur verwurzelt, dass ich das Ende irgendwie habe kommen sehen – ein vages Gefühl, es schon einmal gesehen zu haben. Vermutlich ist das vergleichbar mit jemandem, der noch nie <em>Stirb Langsam</em> gesehen hat, aber gefühlt die Story durch zahlreiche Copycat-Filme, Zitate und Memes irgendwie schon kennt.</p>
<p>Dann sollte man auch noch wissen, dass der Protagonist ein <strong>sechsjähriger Junge</strong> ist. Das ist komplett seltsam, da er sich einfach nicht so benimmt. Kein Kind benimmt sich in dieser Welt normal. Ja, ich weiß, wir haben hier ein supertalentiertes <strong>Mastermind-Wunderkind</strong> vor uns. Vielleicht habe ich auch falsch in Erinnerung, wie ein Sechsjähriger denkt und fühlt – aber ich hatte harte Probleme, dies zu glauben. Vielleicht ist das auch der Grund, dass der Hauptdarsteller in der gleichnamigen Verfilmung mindestens doppelt so alt ist wie in der Vorlage ^[Kleine Filmkritik: Ich habe den Film direkt nach Ende des Buches gesehen und würde davon abraten. Der Film überspringt wichtige Passagen des Buches, fast sogar den kompletten Mittelteil. Und ändert auch das Ende. Leider zum Schlechteren. Einfach nicht gucken. 3/10].</p>
<p><strong>Auch interessant:</strong> Am Anfang wird gesagt, dass ein bestimmter Charakter viel zu aggressiv für das Programm ist, später in der Kadettenschule scheint es dort aber nur von <strong>Psychopathen</strong> zu wimmeln. Für eine interstellare Flotte mit Personalmangel scheint diese ziemlich <em>random</em> in ihrem Auswahlprozess zu sein. Genervt hat mich auch eine Situation direkt im ersten Kapitel, die im Nachhinein als <strong>Red Herring</strong> angesehen werden kann. ^[Spoiler: Was soll das mit der fast missglückten OP. Der Junge stirbt fast, ist im nächsten Absatz aber direkt fit und wird nie erwähnt? Und dann sagt der Arzt noch Dinge die eher wie Foreshadowing klingen, als ein normaler Dialog? Oder habe nur ich das gelesen?]</p>
<p>Übrigens: Als ich das Buch in der Hand hatte und das Cover angeschaut habe, wusste ich direkt, dass dies eine Illustration von <em>John Harris</em> (<a href="https://amzn.to/4qFcugg">https://amzn.to/4qFcugg</a>) ist. Ein Illustrator, den ich bereits von <em>Ann Leckies</em> <a href="https://www.flore.nz/series/imperial-radch">&quot;<em>Imperial Radch</em>&quot;</a> Büchern oder der <a href="https://www.flore.nz/blog/the-end-of-all-things-john-scalzi-old-man-s-war-6">&quot;<em>Old Man’s War</em>&quot;</a> Reihe von <em>John Scalzi</em> kenne. Direkt eine Aufwertung!</p>
<p>Alles in allem aber eine <strong>solide Geschichte</strong>, die irgendwo zwischen <em>Full Metal Jacket</em> und <em>Starship Troopers</em> angesiedelt ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Message, die das Buch sendet, unterstützen will ^[Abhärtung durch psychischen Terror und Isolation... Weiss ich nicht, Digga], aber es hat Spaß gemacht. Und dass jedes Kapitel mit einem Gespräch von namenlosen Offizieren beginnt, ist ein interessanter Kniff. Ich glaube aber, dass das Buch zu seiner Zeit besser und überraschender war als im Jahr <strong>2026</strong>. </p>
<p>Wenn es aber um <em>Young Adult Science Fiction</em> geht, würde ich heute eher <a href="https://amzn.to/3YnDKE3"><em>Red Rising</em></a> empfehlen, das hat mir eindeutig besser gefallen. </p>
<p>Scheinbar gibt es noch einen Haufen Nachfolgebücher, aber die werde ich wohl nicht lesen. Die Geschichte ist für mich <strong>abgeschlossen genug</strong>, als dass ich an weiteren Episoden aus diesem Universum interessiert bin.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[There is no Anti-Memetics Division - qntm]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/there-is-no-anti-memetics-division-qntm</link>
            <guid>there-is-no-anti-memetics-division-qntm</guid>
            <pubDate>Tue, 23 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Und somit auch kein Blogbeitrag 
Eine geheime Organisation, welche im Verborgenen unerklärliche Phänomene untersucht und eindämmt? Kommt mir bekannt vor, habe ich doch quasi gerade erst gelesen. Tatsächlich ist dieses ganze Buch in seiner ersten Version bereits einmal in einer ersten SCP-Version erschienen.

Das kam so gut an, dass sich der SCP-Autor mit dem Pseudonym qntm einen Buchdeal sichern konnte und dieses Buch jetzt in einer erweiterten und angepassten Version noch einmal neu veröffentlicht hat. ^[Wer hätte gedacht, dass Buchverlage nicht so begeistert von einer Creative-Commons-Lizenz sind?]
Worum geht es? Zuerst einmal kommt es vor wie eine Anthologie von Geschichten der Anti-Memetik-Abteilung der UO - Unknown Organization ^[Ja, da hat sich Kollege qntm mal richtig Mühe bei der Neubenennung gegeben 😄], aber nach dem ersten Drittel zieht das Buch richtig an und die einzelnen Kapitel gehen mehr und mehr nahtlos ineinander über.

Ich finde das ganze Konzept der Antimemetik richtig cool ^[Sogar schon vorher, die Silence-Aliens, welche man aus der sechsten Season von Doctor Who kennt, folgen einem ähnlichen Konzept und haben mich damals sehr fasziniert.], und direkt die erste Geschichte ist eine hervorragende Einführung in die Thematik. Und da dieses Buch besser wird, je weniger man über es weiß, stoppe ich hier direkt mal mit jeglichen inhaltlichen Beschreibungen.

Bitte jetzt auch nicht den Fehler machen, hier die Worte eines Amateurautors zu erwarten. Qntm hat ein gutes Gefühl für einen Spannungsbogen und sein Stil wirkt sehr erfrischend. Und wer eine spannende Fantasy-SciFi-Horror-Geschichte für zwischendurch sucht, macht mit diesem Buch nichts falsch.

Übrigens, die erste SCP-Version (im direkten Vergleich kürzer und mit geänderten Namen) ist weiterhin hier auf dem SCP-Wiki verfügbar.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1766673025/IMG_20251224_120443_2_4728311aa7.jpg" alt="There is no image description"></p>
<p>Eine geheime Organisation, welche im Verborgenen unerklärliche Phänomene untersucht und eindämmt? Kommt mir bekannt vor, habe ich doch quasi <a href="https://www.flore.nz/blog/scp-foundation-handbook-volume-1/">gerade erst gelesen</a>. Tatsächlich ist dieses ganze Buch in seiner ersten Version bereits einmal in einer ersten <em>SCP</em>-Version erschienen.</p>
<!--more-->

<p>Das kam so gut an, dass sich der <em>SCP</em>-Autor mit dem Pseudonym <em>qntm</em> einen <a href="https://qntm.org/publ">Buchdeal</a> sichern konnte und dieses Buch jetzt in einer erweiterten und angepassten Version noch einmal neu veröffentlicht hat. ^[Wer hätte gedacht, dass Buchverlage nicht so begeistert von einer <em>Creative-Commons-Lizenz</em> sind?]<br>Worum geht es? Zuerst einmal kommt es vor wie eine Anthologie von Geschichten der <em>Anti-Memetik-Abteilung</em> der <strong>UO</strong> - <em>Unknown Organization</em> ^[Ja, da hat sich Kollege qntm mal richtig Mühe bei der Neubenennung gegeben 😄], aber nach dem ersten Drittel zieht das Buch richtig an und die einzelnen Kapitel gehen mehr und mehr nahtlos ineinander über.</p>
<p>Ich finde das ganze Konzept der <em>Antimemetik</em> richtig cool ^[Sogar schon vorher, die Silence-Aliens, welche man aus der sechsten Season von Doctor Who kennt, folgen einem ähnlichen Konzept und haben mich damals sehr fasziniert.], und direkt die erste Geschichte ist eine hervorragende Einführung in die Thematik. Und da dieses Buch besser wird, je weniger man über es weiß, stoppe ich hier direkt mal mit jeglichen inhaltlichen Beschreibungen.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1766673030/IMG_20251224_120509_fc5983b9c1.jpg" alt="IMG_20251224_120509.jpg"></p>
<p>Bitte jetzt auch nicht den Fehler machen, hier die Worte eines Amateurautors zu erwarten. Qntm hat ein gutes Gefühl für einen Spannungsbogen und sein Stil wirkt sehr erfrischend. Und wer eine spannende Fantasy-SciFi-Horror-Geschichte für zwischendurch sucht, macht mit diesem Buch nichts falsch.</p>
<p>Übrigens, die erste SCP-Version (im direkten Vergleich kürzer und mit geänderten Namen) ist weiterhin hier auf dem SCP-Wiki verfügbar.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[SCP Foundation Handbook - Volume 1]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/scp-foundation-handbook-volume-1</link>
            <guid>scp-foundation-handbook-volume-1</guid>
            <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Secure. Contain. Protect. 
Dies ist vermutlich das zweitnerdigste ^[Das andere steht noch im Regal] Buch was ich dieses Jahr gekauft habe und alleine das Konzept jetzt zu erklären wird schwer. Schon weil die SCP Foundation selber ein richtiges Rabbithole ist. Und die Geschichten die sich hinter diesen wirklich unscheinbaren "Handbuch" verbergen sind eine Liga für sich. 

Erstmal zur wichtigsten Frage: "Häh?"
Bei der SCP Foundation ist um eine fiktive Behörde, die übernatürliche Objekte und Anomalien sichert und klassifiziert und gegebenenfalls die Welt vor genau diesen beschützt. Diese Klassifizierungen werden in sogenannten SCP Dokumenten festgehalten und sind alle auf dem dazugehörigen Wiki einsehbar. Hierbei handelt es sich um ein komplett offenes Projekt, d.h. jeder kann hier seine eigenen Geschichte zum Universum hinzufügen. Stand heute (Dezember 2025) sind alleine knapp 9000 SCP Dokumente verfügbar, die ganzen zusätzlichen Dokumente, Logs und Kurzgeschichten noch gar nicht mit eingerechnet. 

Dieses Buch was ich hier nun gelesen habe ist eigentlich nur ein eine Offline Version von einigen dieser Dokumente und vielleicht der genau richtige Einstieg um tiefer in dieses Rabbithole einzutauchen. 

Ein paar Highlights:

SCP-173: Eine █████, die ██████ wird sobald man wegschaut und jeden angreift. 
SCP-087: Ein unendliches ████████ auf einem Campus
SCP-624: Ein ██████ der den internen Speicher mit neuen Songs von füllt, alle ██████ von der Person die gerade die Musik hört
SCP-682: Ein schlechtgelauntes, intelligentes, ███████ █████████, dass nicht ███████ ist und sich in Sekunden jeder Gefahr anpasst. Und es hasst Menschen. 
SCP-914: Eine ██████, die Dinge "umwandeln" kann
SCP-426: Ich bin ein █████ über den nur aus der ersten Person geredet werden kann. Je länger ich im Raum mit anderen Personen bin, desto mehr identifizieren sie sich mit mir. 
SCP-1313: Eine mathematische Formel dessen Lösung "█████" lautet und genau einen solchen direkt manifestiert.
SCP-████: Ein unendlicher IKEA aus dem man nur schwer wieder herausfindet.
usw

Nachteil an diesem Buch: Es gibt immer wieder Referenzen auf diverse SCP Dokumente die nur mit ihrer Nummer benannt werden. D.h. dass ich sehr oft am blättern und noch häufiger am googlen war um die Geschichte ganz zu verstehen. Hier hätten Fußnoten und/oder Seitenverweise geholfen. 

Mir fällt es gerade schwer dieses Buch zu bewerten. Haben mir nun alle Geschichten gefallen? Nein. Auch wenn es sich um eine Auswahl handelt, hat nicht jede meinen Nerv getroffen. Und auch das "Dokumentenformat", welches manchmal schon etwas trocken ist, ist bestimmt nicht für jeden. Wer aber mal etwas ganz anderes lesen will, der findet in dieser Vorauswahl definitiv eine Einladung tiefer in den Kaninchenbau einzutauchen.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1765717056/photo_2025_12_14_13_57_10_9b7b244c12.jpg" alt="SCP Foundation Handbook - Volume 1"></p>
<p>Dies ist vermutlich das zweitnerdigste ^[Das andere steht noch im Regal] Buch was ich dieses Jahr gekauft habe und alleine das Konzept jetzt zu erklären wird schwer. Schon weil die <em>SCP Foundation</em> selber ein richtiges Rabbithole ist. Und die Geschichten die sich hinter diesen wirklich unscheinbaren &quot;Handbuch&quot; verbergen sind eine Liga für sich. </p>
<!--more-->

<p>Erstmal zur wichtigsten Frage: &quot;Häh?&quot;<br>Bei der SCP Foundation ist um eine fiktive Behörde, die übernatürliche Objekte und Anomalien sichert und klassifiziert und gegebenenfalls die Welt vor genau diesen beschützt. Diese Klassifizierungen werden in sogenannten SCP Dokumenten festgehalten und sind alle auf dem dazugehörigen <a href="https://scp-wiki.wikidot.com/">Wiki </a>einsehbar. Hierbei handelt es sich um ein komplett offenes Projekt, d.h. jeder kann hier seine eigenen Geschichte zum Universum hinzufügen. Stand heute (Dezember 2025) sind alleine knapp <em>9000</em> SCP Dokumente verfügbar, die ganzen zusätzlichen Dokumente, Logs und Kurzgeschichten noch gar nicht mit eingerechnet. </p>
<p>Dieses Buch was ich hier nun gelesen habe ist eigentlich nur ein eine Offline Version von einigen dieser Dokumente und vielleicht der genau richtige Einstieg um tiefer in dieses Rabbithole einzutauchen. </p>
<p>Ein paar Highlights:</p>
<ul>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-173">SCP-173</a>: Eine █████, die ██████ wird sobald man wegschaut und jeden angreift. </li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-087">SCP-087</a>: Ein unendliches ████████ auf einem Campus</li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-624">SCP-624</a>: Ein ██████ der den internen Speicher mit neuen Songs von füllt, alle ██████ von der Person die gerade die Musik hört</li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-682">SCP-682</a>: Ein schlechtgelauntes, intelligentes, ███████ █████████, dass nicht ███████ ist und sich in Sekunden jeder Gefahr anpasst. Und es hasst Menschen. </li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-914">SCP-914</a>: Eine ██████, die Dinge &quot;umwandeln&quot; kann</li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-426">SCP-426</a>: Ich bin ein █████ über den nur aus der ersten Person geredet werden kann. Je länger ich im Raum mit anderen Personen bin, desto mehr identifizieren sie sich mit mir. </li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-1313">SCP-1313</a>: Eine mathematische Formel dessen Lösung &quot;█████&quot; lautet und genau einen solchen direkt manifestiert.</li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-3008">SCP-████</a>: Ein unendlicher IKEA aus dem man nur schwer wieder herausfindet.</li>
<li><em>usw</em></li>
</ul>
<p>Nachteil an diesem Buch: Es gibt immer wieder Referenzen auf diverse SCP Dokumente die nur mit ihrer Nummer benannt werden. D.h. dass ich sehr oft am blättern und noch häufiger am <em>googlen</em> war um die Geschichte ganz zu verstehen. Hier hätten Fußnoten und/oder Seitenverweise geholfen. </p>
<p>Mir fällt es gerade schwer dieses Buch zu bewerten. Haben mir nun alle Geschichten gefallen? Nein. Auch wenn es sich um eine Auswahl handelt, hat nicht jede meinen Nerv getroffen. Und auch das &quot;<em>Dokumentenformat</em>&quot;, welches manchmal schon etwas trocken ist, ist bestimmt nicht für jeden. Wer aber mal etwas ganz anderes lesen will, der findet in dieser Vorauswahl definitiv eine Einladung tiefer in den Kaninchenbau einzutauchen. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Heaven's River - Dennis E. Taylor]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/heaven-s-river-dennis-e-taylor-bobiverse-4</link>
            <guid>heaven-s-river-dennis-e-taylor-bobiverse-4</guid>
            <pubDate>Tue, 02 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Benders Game.
Vier Jahre sind vergangen, seit ich das letzte Buch der Bobiverse-Reihe gelesen habe. Und heute weiß ich auch, warum ich so lange gezögert habe.

Die ersten drei Bände waren mehr als bloß unterhaltsam – sie waren ein Fest für jeden Science-Fiction-Fan. Erinnerst du dich? Bob erwachte 117 Jahre nach seinem Tod – als künstliche Intelligenz – erneut in einer Von-Neumann-Sonde und machte sich auf, das All zu erkunden. Er schuf Kopien seiner selbst, entdeckte fremde Welten und rettete nebenbei die Menschheit. Diese Werke waren echte Page-Turner.

Da diese Bände für sich abgeschlossen waren, ignorierte ich den vierten Teil zuerst. Rückblickend eine gute Entscheidung: Es wirkt fast so, als hätte der Autor sich in der eigenen Geschichte verfangen.

Die Ausgangslage klingt vielversprechend: Unser ursprünglicher Bob begibt sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Replikanten „Bender“, dessen Verschwinden in früheren Bänden immer wieder thematisiert wurde. Doch was als solide Prämisse beginnt, verstrickt sich zunehmend in Wiederholungen, Nebenschauplätzen und einer Handlung, die kaum vorankommt.

Der Großteil der Handlung entfaltet sich in der Welt der Quinlan – wiesel-bis biberartiger Wesen, die in einer riesigen Topopolis namens _Heaven's River _leben. Bob schlüpft undercover in einen Quinlan-Androidenkörper, um diese Gesellschaft auszuspionieren und zu durchdringen. Doch das Muster bleibt gleich: Bob betritt eine Stadt, entdeckt etwas über die Quinlan, gerät in Gefahr, flieht — und das Ganze beginnt von neuem. Später dann: Anheuern mit Boot, Fracht verstecken, Verfolgung, Flucht. Immer wieder. Und irgendwann wirkt das Ganze nicht mehr wie Spannung, sondern wie Déjà-vu.

Die Quinlan-Welt wirkt langatmig und farblos. Wir haben eine Milliarde SciFi Rohr und dennoch sieht alles gleich aus. Vielleicht sollte ein Hauch Mystery etwas Spannung erzeugen — tatsächlich bleibt jedoch vieles vorhersehbar und leer. Immer neue Figuren tauchen auf, nur um dann sang- und klanglos zu verschwinden. Eine klassische Anwendung von Chekhov's Gun — doch abgefeuert wird sie nie.

Ungefähr 70 % des Romans bestehen aus diesem schleppenden Untergrund-Plot. Die restlichen 30 % widmen sich den anderen Bobs in der Galaxie: Ein fad wirkender „Bürgerkrieg“, eine unnötige Verschwörung im Hintergrund — beides kaum mitreißend — und mehrere Füllkapitel, darunter eine willkürliche Dungeons-and-Dragons-RPG-Session. Dazu kommt eine unglückliche Kapitelstruktur, die in diesem Buch einfach nicht funktioniert.

Mit rund 600 Seiten ist dieses Buch mehr als doppelt so umfangreich wie seine Vorgänger - und erzählt dabei bemerkenswert wenig. Die Spannungskurve bleibt flach wie eine Quinlan-Flosse, die Nebengeschichten sind größtenteils belanglos, die Erzählstruktur zerfahren. Es wirkt, als hätte der Autor eine - aus seiner Sicht - gute Idee gehabt und versucht, das ganze Gerüst krampfhaft zusammenzuschustern — doch der Funke wollte bei mir nicht überspringen.

Die ersten drei Bände haben sich viele Sympathiepunkte bei mir erarbeitet. Ich bin noch immer versucht, den bereits erschienen fünften Band zu lesen — doch meine Erwartungen bleiben vorerst niedrig.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1764840749/photo_2025_12_04_10_32_00_cb22c76a16.jpg" alt="Book cover for Heaven's River by Dennis E. Taylor, featuring a spaceship engine against a green, cloudy background." title="Heavens River"></p>
<p>Vier Jahre sind vergangen, seit ich das letzte Buch der <a href="https://www.flore.nz/series/bobiverse"><em>Bobiverse</em></a>-Reihe gelesen habe. Und heute weiß ich auch, warum ich so lange gezögert habe.</p>
<!--more-->

<p>Die ersten drei Bände waren mehr als bloß unterhaltsam – sie waren ein Fest für jeden Science-Fiction-Fan. Erinnerst du dich? Bob erwachte 117 Jahre nach seinem Tod – als künstliche Intelligenz – erneut in einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Von-Neumann-Sonde"><em>Von-Neumann</em></a>-Sonde und machte sich auf, das All zu erkunden. Er schuf Kopien seiner selbst, entdeckte fremde Welten und rettete nebenbei die Menschheit. Diese Werke waren echte Page-Turner.</p>
<p>Da diese Bände für sich abgeschlossen waren, ignorierte ich den vierten Teil zuerst. Rückblickend eine gute Entscheidung: Es wirkt fast so, als hätte der Autor sich in der eigenen Geschichte verfangen.</p>
<p>Die Ausgangslage klingt vielversprechend: Unser ursprünglicher Bob begibt sich auf die Suche nach seinem verschwundenen <em>Replikanten</em> „Bender“, dessen Verschwinden in früheren Bänden immer wieder thematisiert wurde. Doch was als solide Prämisse beginnt, verstrickt sich zunehmend in Wiederholungen, Nebenschauplätzen und einer Handlung, die kaum vorankommt.</p>
<p>Der Großteil der Handlung entfaltet sich in der Welt der <em>Quinlan</em> – wiesel-bis biberartiger Wesen, die in einer riesigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Topopolis"><em>Topopolis</em></a> namens _Heaven&#39;s River _leben. Bob schlüpft undercover in einen Quinlan-Androidenkörper, um diese Gesellschaft auszuspionieren und zu durchdringen. Doch das Muster bleibt gleich: Bob betritt eine Stadt, entdeckt etwas über die Quinlan, gerät in Gefahr, flieht — und das Ganze beginnt von neuem. Später dann: Anheuern mit Boot, Fracht verstecken, Verfolgung, Flucht. Immer wieder. Und irgendwann wirkt das Ganze nicht mehr wie Spannung, sondern wie Déjà-vu.</p>
<p>Die Quinlan-Welt wirkt langatmig und farblos. Wir haben eine Milliarde SciFi Rohr und dennoch sieht alles gleich aus. Vielleicht sollte ein Hauch Mystery etwas Spannung erzeugen — tatsächlich bleibt jedoch vieles vorhersehbar und leer. Immer neue Figuren tauchen auf, nur um dann sang- und klanglos zu verschwinden. Eine klassische Anwendung von Chekhov&#39;s Gun — doch abgefeuert wird sie nie.</p>
<p>Ungefähr 70 % des Romans bestehen aus diesem schleppenden Untergrund-Plot. Die restlichen 30 % widmen sich den anderen Bobs in der Galaxie: Ein fad wirkender „Bürgerkrieg“, eine unnötige Verschwörung im Hintergrund — beides kaum mitreißend — und mehrere Füllkapitel, darunter eine willkürliche Dungeons-and-Dragons-RPG-Session. Dazu kommt eine unglückliche Kapitelstruktur, die in diesem Buch einfach nicht funktioniert.</p>
<p>Mit rund 600 Seiten ist dieses Buch mehr als doppelt so umfangreich wie seine Vorgänger - und erzählt dabei bemerkenswert wenig. Die Spannungskurve bleibt flach wie eine <em>Quinlan-Flosse</em>, die Nebengeschichten sind größtenteils belanglos, die Erzählstruktur zerfahren. Es wirkt, als hätte der Autor eine - aus seiner Sicht - gute Idee gehabt und versucht, das ganze Gerüst krampfhaft zusammenzuschustern — doch der Funke wollte bei mir nicht überspringen.</p>
<p>Die ersten drei Bände haben sich viele Sympathiepunkte bei mir erarbeitet. Ich bin noch immer versucht, den bereits erschienen fünften Band zu lesen — doch meine Erwartungen bleiben vorerst niedrig.</p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Fall of Hyperion - Dan Simmons]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-fall-of-hyperion-dan-simmons</link>
            <guid>the-fall-of-hyperion-dan-simmons</guid>
            <pubDate>Sat, 15 Nov 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Ein großartiger und komplett anderer Nachfolger.  
Ich habe dieses Buch gerade erst zugeklappt und bin mir noch nicht sicher, ob das Gefühl Bestand haben wird – aber im Moment glaube ich, dass dieses Buch, zusammen mit seinem Vorgänger, ein 6-Sterne-Buch für mich ist. Warum?

Schaut man auf die zahlreichen Bestenlisten der Science-Fiction-Literatur, taucht Hyperion – der erste Teil – fast immer weit oben auf. Der direkte Nachfolger The Fall of Hyperion dagegen wird erstaunlich selten erwähnt. Seltsam eigentlich, denn Hyperion ist im Grunde nur die erste Hälfte einer durchgehenden Geschichte, was man unschwer daran erkennt, dass es einfach mitten im Geschehen endet.

Laut Dan Simmons war diese Zweiteilung eine Entscheidung des Verlags – ursprünglich war keine Duologie geplant.^[Ich hatte hierzu einmal eine Quelle, finde sie aber nicht mehr.] Rückblickend wirkt das fast absurd, denn die Fortsetzung könnte in ihrer Form kaum anders existieren.

Zur Erinnerung: Teil 1 erzählt von sieben Pilgern, die auf dem Weg zu den mysteriösen Time Tombs auf dem nicht weniger mysteriösen Planeten Hyperion sind und sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten offenbaren. Jede dieser Geschichten folgt einem eigenen Subgenre und Stil – Reisetagebuch, Philosophie, Film Noir … ein wilder Mix, der vermutlich auch erklärt, warum Hyperion so gefeiert wird – und warum der Nachfolger polarisiert.

The Fall of Hyperion bricht komplett mit diesem Konzept. Statt vieler Stimmen gibt es nun einen neuen, externen Charakter als zentralen Erzähler – Beobachter der Pilger und zugleich Verbindung zur Welt jenseits Hyperions, der Hegemonie. Die Geschichte ist deutlich kohärenter strukturiert und entfaltet sich nun als ein Genre-Mosaik: eine Space Opera mit Elementen aus Science Fiction, Fantasy, Thriller, Mystery und einem Hauch Cyberpunk.^[Mir fallen noch mehr Genres ein, aber das wäre bereits zu nah am Spoiler.]

Mehr noch: Hyperion wirkt im Rückblick fast wie ein übergroßer Prolog. Ein sorgfältiges Setup für dieses Buch – eine Einführung in die Lore des Universums, in die politischen Fraktionen und in das Mysterium des Shrike.
Erst auf dieser Basis beginnt Simmons hier, die eigentliche epische Geschichte zu entfalten, die sich Schicht für Schicht öffnet und am Ende mit einem Schlag in sich zusammenfügt.

Und es geschieht unglaublich viel: Irgendwann im ersten Drittel habe ich ungläubig auf die verbleibenden Seiten geschaut und mich gefragt, was dieses Buch noch mit mir vorhat – denn das Tempo der Entwicklungen entspricht sonst eher dem Finale anderer Romane.

Ob die sechs Sterne langfristig bleiben, weiß ich nicht. Aber in dem Moment, als ich das Buch schloss, hatte ich das Gefühl, gerade Zeuge von etwas Epischem gewesen zu sein. Ein Gefühl, das ich zuletzt bei der Trisolaris- / Three-Body-Problem-Trilogie hatte.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1763378009/the_fall_of_hyperion_frontcover_beef04eb80.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch The Fall of Hyperion hoch. Im Hintergrund ist ein Strand zu sehen." title="The Fall of Hyperion - und ein Strand. Muss ja nicht immer mein Bücherregal sein"></p>
<p>Ich habe dieses Buch gerade erst zugeklappt und bin mir noch nicht sicher, ob das Gefühl Bestand haben wird – aber im Moment glaube ich, dass dieses Buch, zusammen mit seinem Vorgänger, ein 6-Sterne-Buch für mich ist. Warum?</p>
<!--more-->

<p>Schaut man auf die zahlreichen Bestenlisten der Science-Fiction-Literatur, taucht <a href="https://www.flore.nz/blog/hyperion-dan-simmons/"><em>Hyperion</em></a> – der erste Teil – fast immer weit oben auf. Der direkte Nachfolger <em>The Fall of Hyperion</em> dagegen wird erstaunlich selten erwähnt. Seltsam eigentlich, denn <em>Hyperion</em> ist im Grunde nur die erste Hälfte einer <a href="https://www.flore.nz/series/hyperion-cantos/">durchgehenden Geschichte</a>, was man unschwer daran erkennt, dass es einfach mitten im Geschehen endet.</p>
<p>Laut Dan Simmons war diese Zweiteilung eine Entscheidung des Verlags – ursprünglich war keine Duologie geplant.^[Ich hatte hierzu einmal eine Quelle, finde sie aber nicht mehr.] Rückblickend wirkt das fast absurd, denn die Fortsetzung könnte in ihrer Form kaum anders existieren.</p>
<p>Zur Erinnerung: Teil 1 erzählt von sieben Pilgern, die auf dem Weg zu den mysteriösen Time Tombs auf dem nicht weniger mysteriösen Planeten Hyperion sind und sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten offenbaren. Jede dieser Geschichten folgt einem eigenen Subgenre und Stil – Reisetagebuch, Philosophie, Film Noir … ein wilder Mix, der vermutlich auch erklärt, warum <em>Hyperion</em> so gefeiert wird – und warum der Nachfolger polarisiert.</p>
<p><em>The Fall of Hyperion</em> bricht komplett mit diesem Konzept. Statt vieler Stimmen gibt es nun einen neuen, externen Charakter als zentralen Erzähler – Beobachter der Pilger und zugleich Verbindung zur Welt jenseits Hyperions, der Hegemonie. Die Geschichte ist deutlich kohärenter strukturiert und entfaltet sich nun als ein Genre-Mosaik: eine Space Opera mit Elementen aus <em>Science Fiction</em>, <em>Fantasy</em>, <em>Thriller</em>, <em>Mystery</em> und einem Hauch <em>Cyberpunk</em>.^[Mir fallen noch mehr Genres ein, aber das wäre bereits zu nah am Spoiler.]</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1763378009/the_fall_of_hyperion_backcover_b726352c9b.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch The Fall of Hyperion hoch. Im Hintergrund ist ein Regal zu sehen." title="Schaut man sich das Cover an, würde man kaum erwarten, dass es sich hier um eine Mischung aus Space Opera, Science Fiction, Fantasy, Thriller und Cyberpunk handelt."></p>
<p>Mehr noch: <em>Hyperion</em> wirkt im Rückblick fast wie ein übergroßer Prolog. Ein sorgfältiges Setup für dieses Buch – eine Einführung in die Lore des Universums, in die politischen Fraktionen und in das Mysterium des Shrike.<br>Erst auf dieser Basis beginnt Simmons hier, die eigentliche epische Geschichte zu entfalten, die sich Schicht für Schicht öffnet und am Ende mit einem Schlag in sich zusammenfügt.</p>
<p>Und es geschieht unglaublich viel: Irgendwann im ersten Drittel habe ich ungläubig auf die verbleibenden Seiten geschaut und mich gefragt, was dieses Buch noch mit mir vorhat – denn das Tempo der Entwicklungen entspricht sonst eher dem Finale anderer Romane.</p>
<p>Ob die sechs Sterne langfristig bleiben, weiß ich nicht. Aber in dem Moment, als ich das Buch schloss, hatte ich das Gefühl, gerade Zeuge von etwas Epischem gewesen zu sein. Ein Gefühl, das ich zuletzt bei der <em>Trisolaris</em>- / <a href="link"><em>Three-Body-Problem</em></a>-Trilogie hatte.</p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiji Monster - John Scalzi]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/die-gesellschaft-zur-erhaltung-der-kaiji-monster-john-scalzi</link>
            <guid>die-gesellschaft-zur-erhaltung-der-kaiji-monster-john-scalzi</guid>
            <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Jurassic Startup
Ich war gerade im Urlaub und brauchte noch eine einfache Lektüre für einen 5-Stunden-Flug. Und wenn es um einfache und unterhaltsame Bücher geht, kann man mit einem Scalzi nichts falsch machen.

Und eigentlich ist die Ausgangslage sehr identisch zu meinem letzten Scalzi-Buch, das ich erst kürzlich gelesen habe. Ein Typ wird durch externe Umstände in eine komplett neue Rolle versetzt und lernt eine Parallelwelt kennen. Bei Starter Villain war es die Welt der Superschurken und in diesem Buch ist es buchstäblich eine andere Welt: Eine Parallelerde mit Kaiju-Monstern. Riesige Lebensformen, die gerne Dinge zertrampeln.

Und genauso wie bei Starter Villain oder auch Redshirts gibt es auch hier wieder Unmengen an Popkulturreferenzen. Seien es Filme wie Godzilla oder Pacific Rim, oder auch Literatur wie Snow Crash ^[steht auch seit langer Zeit bei mir ungelesen im Regal].

Und leider noch eine andere Parallele, ähnlich zu Starter Villain: Die Geschichte ist zu kurz. Als die letzte Seite gelesen war, hatte ich das Gefühl, eine Pilotfolge einer SciFi-Serie gesehen zu haben. Ich kenne jetzt alle Figuren und das Setting, aber habe nur einen Appetizer bekommen. Und das bei einer abgeschlossenen Geschichte. Wieder einmal hat Scalzi sehr viel Potenzial liegen gelassen. Es wird zu wenig über die Lore erzählt, zu wenig über die Geschichte der namensgebenden Gesellschaft, zu wenig über die verschiedenen Kaijus, zu wenig über den Einfluss auf unsere Welt. Sehr schade.

Aber trotzdem: Es hat seinen Zweck erfüllt. Es hat mich von Turbulenzen während des Fluges abgelenkt und gut unterhalten. Mehr wollte ich ja eigentlich gar nicht.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1761733769/kaiju_monster_john_scalzi_03b933af54.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch vor einem Meereshintergrund" title="Gute Urlaubslektüre. Im Hintergrund: Ein Pool, der Atlantik, Teneriffa, Gran Canaria, Afrika"></p>
<p>Ich war gerade im Urlaub und brauchte noch eine einfache Lektüre für einen 5-Stunden-Flug. Und wenn es um einfache und unterhaltsame Bücher geht, kann man mit einem <a href="https://www.flore.nz/author/john-scalzi/">Scalzi</a> nichts falsch machen.</p>
<!--more-->

<p>Und eigentlich ist die Ausgangslage sehr identisch zu meinem letzten <a href="https://www.flore.nz/blog/starter-villain-john-scalzi/">Scalzi</a>-Buch, das ich erst kürzlich gelesen habe. Ein Typ wird durch externe Umstände in eine komplett neue Rolle versetzt und lernt eine Parallelwelt kennen. Bei <em>Starter Villain</em> war es die Welt der Superschurken und in diesem Buch ist es buchstäblich eine andere Welt: Eine Parallelerde mit <em>Kaiju</em>-Monstern. Riesige Lebensformen, die gerne Dinge zertrampeln.</p>
<p>Und genauso wie bei <a href="https://www.flore.nz/blog/starter-villain-john-scalzi/"><em>Starter Villain</em></a> oder auch <a href="https://amzn.to/3L5D3Mf"><em>Redshirts</em></a> gibt es auch hier wieder Unmengen an Popkulturreferenzen. Seien es Filme wie <em>Godzilla</em> oder <em>Pacific Rim</em>, oder auch Literatur wie <em>Snow Crash</em> ^[steht auch seit langer Zeit bei mir ungelesen im Regal].</p>
<p>Und leider noch eine andere Parallele, ähnlich zu <em>Starter Villain</em>: Die Geschichte ist zu kurz. Als die letzte Seite gelesen war, hatte ich das Gefühl, eine Pilotfolge einer <em>SciFi</em>-Serie gesehen zu haben. Ich kenne jetzt alle Figuren und das Setting, aber habe nur einen Appetizer bekommen. Und das bei einer abgeschlossenen Geschichte. Wieder einmal hat Scalzi sehr viel Potenzial liegen gelassen. Es wird zu wenig über <strong>die</strong> Lore erzählt, zu wenig über die Geschichte der namensgebenden Gesellschaft, zu wenig über die verschiedenen Kaijus, zu wenig über den Einfluss auf unsere Welt. Sehr schade.</p>
<p>Aber trotzdem: Es hat seinen Zweck erfüllt. Es hat mich von Turbulenzen während des Fluges abgelenkt und gut unterhalten. Mehr wollte ich ja eigentlich gar nicht.</p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Heroes - Joe Abercrombie]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-heroes-joe-abercrombie-first-law-world-5</link>
            <guid>the-heroes-joe-abercrombie-first-law-world-5</guid>
            <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Keine Helden zu sehen.
Es ist schon fast drei Jahre her, dass ich Best Served Cold – den zweiten in sich abgeschlossenen Ableger des First Law Universums – gelesen habe. Was seltsam ist, denn eigentlich mochte ich die ganze Reihe ganz gerne. 

In diesem Teil geht es um eine Schlacht, Rivalitäten, Depressionen und weder Gut noch Böse. 

Warum also drei Jahre?

Mich hat abgeschreckt, dass The Heroes eigentlich nur eine sehr lange Beschreibung einer Schlacht ist und ich daher wenig Lore und Handlung erwartet habe. 
Weil ich Best Served Cold stellenweise zu lang empfand.
Das klingt seltsam, aber die gewählte Schriftart und Formatierung des Buchtextes haben mir das Lesen irgendwie erschwert.

Wie bereits erwähnt, behandelt dieser Teil die wenigen Tage vor und nach einer dreitägigen Schlacht im Norden des „Circle of World“ – zeitlich ca. sieben Jahre nach Ende der ersten Trilogie angesiedelt.
Es gibt keine tiefschürfenden Weltentwicklungen oder Enthüllungen. Abercrombie legt den Fokus auf drei Hauptfiguren, von denen zwei bereits Nebenfiguren aus vorherigen Büchern sind – was eigentlich schon fast übertrieben ist, da Calder und Bremer zuvor so unsignifikant waren. Vorwissen aus den anderen Büchern ist nicht erforderlich, hilft aber. 

Zusätzlich gibt es noch POVs von anderen Kriegsteilnehmern – z.B. einem jungen Soldaten, der Ehre auf dem Schlachtfeld sucht, einer Generalstochter, Caul Shivers, den man bereits aus Best Served Cold kennt, und noch viele weitere. 

Auch cool: Ein Kapitel beschreibt eine der ersten Schlachten und springt von Charakter zu Charakter; immer ist die neue Figur der Mörder des vorherigen Charakters. Und wo ich gerade davon spreche: Das Buch ist brutal und gnadenlos. Es werden explizite Gewaltdarstellungen beschrieben und generell sollte man sich mit keiner Figur zu sehr anfreunden. Abercrombie hat kein Problem damit, wichtige Figuren plötzlich draufgehen zu lassen. 

Funfact: Am Anfang des Buches gab es eine Auflistung aller wichtigen Fraktionen und Figuren, und irgendwann habe ich angefangen, jede dort aufgelistete Figur nach dem Ableben durchzustreichen. Es waren nicht viele übrig. 

Ich glaube, dieses Buch hätte nicht 620 Seiten brauchen müssen. Ein paar Story-Stränge weniger wären nicht schlecht gewesen. Es hat aber trotzdem Spaß gemacht. Als Nächstes kommt dann „Red Country“.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1761730855/the_heroes_joe_abercrombie_frontcover_9c274499f2.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch The Heroes vor einem Buchregal" title="The Heroes ist der zweite Standalone Ableger im First Law Universum."></p>
<p>Es ist schon fast drei Jahre her, dass ich <a href="https://www.flore.nz/blog/best-served-cold-joe-abercrombie-first-law-world-4/"><em>Best Served Cold</em></a> – den zweiten in sich abgeschlossenen Ableger des <a href="https://www.flore.nz/series/the-first-law/"><em>First Law</em></a> <a href="https://www.flore.nz/series/world-of-the-first-law/">Universums</a> – gelesen habe. Was seltsam ist, denn eigentlich mochte ich die ganze Reihe ganz gerne. </p>
<p>In diesem Teil geht es um eine Schlacht, Rivalitäten, Depressionen und weder Gut noch Böse. </p>
<!--more-->

<p><strong>Warum also drei Jahre?</strong></p>
<ul>
<li><strong>Mich</strong> hat abgeschreckt, dass <em>The Heroes</em> eigentlich nur eine sehr lange Beschreibung einer Schlacht ist und ich daher wenig Lore und Handlung erwartet habe. </li>
<li>Weil ich <a href="https://www.flore.nz/blog/best-served-cold-joe-abercrombie-first-law-world-4/"><em>Best Served Cold</em></a> stellenweise zu lang empfand.</li>
<li>Das klingt seltsam, aber die gewählte Schriftart und Formatierung des Buchtextes <strong>haben</strong> mir das Lesen irgendwie erschwert.</li>
</ul>
<p>Wie bereits erwähnt, behandelt dieser Teil die wenigen Tage vor und nach einer dreitägigen Schlacht im Norden des <strong>„Circle of World“</strong> – zeitlich ca. sieben Jahre nach Ende der ersten <a href="https://www.flore.nz/series/the-first-law/">Trilogie</a> angesiedelt.<br>Es gibt keine tiefschürfenden Weltentwicklungen oder Enthüllungen. Abercrombie legt den Fokus auf drei Hauptfiguren, von denen zwei bereits Nebenfiguren aus vorherigen Büchern sind – was eigentlich schon fast übertrieben ist, da Calder und Bremer zuvor so unsignifikant waren. Vorwissen <strong>aus</strong> den anderen Büchern ist nicht erforderlich, hilft aber. </p>
<p>Zusätzlich gibt es noch POVs von anderen Kriegsteilnehmern – z.B. einem jungen Soldaten, der Ehre auf dem Schlachtfeld sucht, einer Generalstochter, <em>Caul Shivers</em>, den man bereits aus <em>Best Served Cold</em> kennt, und noch viele weitere. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1761730855/the_heroes_joe_abercrombie_backcover_dbd675cb3d.jpg" alt="Die Rückseite von The Heroes"></p>
<p>Auch cool: Ein Kapitel beschreibt eine der ersten Schlachten und springt von <strong>Charakter</strong> zu <strong>Charakter</strong>; immer ist die neue Figur der Mörder des vorherigen <strong>Charakters</strong>. Und wo ich gerade davon spreche: <strong>Das</strong> Buch ist brutal und gnadenlos. Es werden explizite Gewaltdarstellungen beschrieben und generell sollte man sich mit keiner Figur zu sehr anfreunden. <strong>Abercrombie</strong> hat kein Problem damit, wichtige Figuren plötzlich <strong>draufgehen</strong> zu lassen. </p>
<p><strong>Funfact</strong>: Am Anfang des Buches gab es eine Auflistung aller wichtigen Fraktionen und Figuren, und irgendwann habe ich angefangen, jede dort aufgelistete Figur nach dem Ableben durchzustreichen. Es waren nicht <strong>viele</strong> übrig. </p>
<p>Ich glaube, dieses Buch hätte nicht 620 Seiten <strong>brauchen</strong> müssen. Ein paar <strong>Story-Stränge</strong> weniger wären nicht schlecht gewesen. <strong>Es</strong> hat aber trotzdem <strong>Spaß</strong> gemacht. Als <strong>Nächstes</strong> kommt dann <strong>„Red Country“</strong>.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Starter Villain - John Scalzi]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/starter-villain-john-scalzi</link>
            <guid>starter-villain-john-scalzi</guid>
            <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA["Ich begrüße sie, Mr. Bond" 
Ich mag John Scalzi ^[Auch wenn ich einen großen Teil seiner Bücher gelesen habe, bevor ich diesen Blog angefangen habe – ich habe tatsächlich einen Großteil seiner Bibliographie hier im Regal stehen.]. Old Man's War hat mich damals richtig gefesselt, und die Interdependency–Serie war eine kurzweilige Space-Opera. Und dann war da noch Red Shirts, eine schöne, an Star Trek angelegte Satire auf gängige Science-Fiction-Tropes und Klischees ^[Dass, soweit ich mich erinnere, im letzten Drittel leider stark nachgelassen hat].

Und jetzt versucht er es mit Starter Villain noch einmal – diesmal mit einer Satire auf Super-Schurken, geheime Basen und die ganze Klischee-Kiste, inklusive Katze, Space-Laser und einem Vulkan-Versteck.

Der Protagonist erbt plötzlich das Schurkenimperium seines Onkels. Problem: Die Konkurrenz will ihn loswerden, und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als selbst zum Bösewicht zu werden. Klassische Fish-out-of-water-Geschichte, aber Scalzi macht daraus genau das, was man von ihm erwartet: eine rasante, witzige und absolut unterhaltsame Achterbahnfahrt durch die Welt der Super-Schurken.

Ich habe während des Lesens mehr als einmal laut gelacht – Scalzi bedient sich aller Schurken-Klischees, die man kennt, und übertreibt sie so schön, dass es einfach Spaß macht. Gleichzeitig ist die Geschichte – trotz ihrer Absurdität – in sich stimmig. Nie hatte ich das Gefühl, dass Figuren und Orte einfach nur als Plot Device dienen.

Was mich jetzt tatsächlich gestört hat: Das Buch ist verdammt kurz. Ich hätte mir noch viel mehr Einblicke in die Schurkenwelt gewünscht, mehr Details, mehr Absurditäten. Aber vielleicht ist das auch der Punkt – es bleibt kurzweilig und hinterlässt Lust auf mehr. ^[Hey Scalzi, der Titel alleine bietet sich doch schon für eine VILLAIN-Reihe an? Wie wäre es als Nächstes mit SUPER VILLAIN, oder MAD VILLAIN etc.? Shut Up and Take my Money Gif hier vorstellen.]

„Starter Villain“ ist kein tiefgründiges Meisterwerk, aber das muss es auch nicht sein. Es ist ein Buch, das dich zum Grinsen bringt, dich mitreißt und dir zeigt, wie viel Spaß Sci-Fi machen kann, wenn man sie nicht zu ernst nimmt. Und ganz am Ende gibt es noch eine kurze Bonus-Story mit der besten Figur der Geschichte.

Wer also Lust auf eine lockere, actionreiche und vor allem lustige Lektüre hat und mal eine andere Sicht auf böse Super-Schurken-Imperien haben möchte: Starter Villain könnte hier ein perfekter Einstieg sein.

Zum Zeitpunkt wo ich diesen Beitrag schreibe - September 2025 - gibt es noch keine deutsche Übersetzung. Aber klickt ggf mal diesen Amazon Link und guckt ob es sich geändert hat.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1757323667/scalzi_starter_villain_frontcover_c2d268bb3c.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch Starter Villain von John Scalzi vor einem Buchregal" title="STARTER VILLAIN von John Scalzi ... oder JOHN SCALZI von Starter Villain? Immer interessant, wenn der Autorenname größer ist als der Buchtitel"></p>
<p>Ich mag <strong>John Scalzi</strong> ^[Auch wenn ich einen großen Teil seiner Bücher gelesen habe, bevor ich diesen Blog angefangen habe – ich habe tatsächlich einen Großteil seiner Bibliographie hier im Regal stehen.]. <a href="https://www.flore.nz/series/old-man-s-war/"><em>Old Man&#39;s War</em></a> hat mich damals richtig gefesselt, und die <a href="https://www.flore.nz/blog/2021-05-11-the-last-emperox-john-scalzi-interdepency-3/"><em>Interdependency</em></a>–Serie war eine kurzweilige Space-Opera. Und dann war da noch <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Redshirts_%28novel%29"><em>Red Shirts</em></a>, eine schöne, an <em>Star Trek</em> angelegte Satire auf gängige Science-Fiction-<em>Tropes</em> und Klischees ^[Dass, soweit ich mich erinnere, im letzten Drittel leider stark nachgelassen hat].</p>
<p>Und jetzt versucht er es mit <em>Starter Villain</em> noch einmal – diesmal mit einer Satire auf Super-Schurken, geheime Basen und die ganze Klischee-Kiste, inklusive Katze, Space-Laser und einem Vulkan-Versteck.</p>
<!--more-->

<p>Der Protagonist erbt plötzlich das Schurkenimperium seines Onkels. Problem: Die Konkurrenz will ihn loswerden, und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als selbst zum Bösewicht zu werden. Klassische Fish-out-of-water-Geschichte, aber Scalzi macht daraus genau das, was man von ihm erwartet: eine rasante, witzige und absolut unterhaltsame Achterbahnfahrt durch die Welt der Super-Schurken.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1757323667/starter_villain_backcover_fbfd2a0e66.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch Starter Villain vor einem Bücherregal. Die Rückseite ist sichtbar."></p>
<p>Ich habe während des Lesens mehr als einmal laut gelacht – Scalzi bedient sich aller Schurken-Klischees, die man kennt, und übertreibt sie so schön, dass es einfach Spaß macht. Gleichzeitig ist die Geschichte – trotz ihrer Absurdität – in sich stimmig. Nie hatte ich das Gefühl, dass Figuren und Orte einfach nur als Plot Device dienen.</p>
<p>Was mich jetzt tatsächlich gestört hat: Das Buch ist verdammt kurz. Ich hätte mir noch viel mehr Einblicke in die Schurkenwelt gewünscht, mehr Details, mehr Absurditäten. Aber vielleicht ist das auch der Punkt – es bleibt kurzweilig und hinterlässt Lust auf mehr. ^[Hey Scalzi, der Titel alleine bietet sich doch schon für eine VILLAIN-Reihe an? Wie wäre es als Nächstes mit <em>SUPER VILLAIN</em>, oder <em>MAD VILLAIN</em> etc.? <em>Shut Up and Take my Money</em> Gif hier vorstellen.]</p>
<p><em>„Starter Villain“</em> ist kein tiefgründiges Meisterwerk, aber das muss es auch nicht sein. Es ist ein Buch, das dich zum Grinsen bringt, dich mitreißt und dir zeigt, wie viel Spaß Sci-Fi machen kann, wenn man sie nicht zu ernst nimmt. Und ganz am Ende gibt es noch eine kurze Bonus-Story mit der besten Figur der Geschichte.</p>
<p>Wer also Lust auf eine lockere, actionreiche und vor allem lustige Lektüre hat und mal eine andere Sicht auf böse Super-Schurken-Imperien haben möchte: <em><em>Starter Villain</em> könnte hier ein perfekter Einstieg sein</em>.</p>
<p><em>Zum Zeitpunkt wo ich diesen Beitrag schreibe - September 2025 - gibt es noch keine deutsche Übersetzung. Aber klickt ggf mal diesen <a href="https://amzn.to/4m3WUbm">Amazon Link</a> und guckt ob es sich geändert hat.</em></p>
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        </item>
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            <title><![CDATA[Slaughterhouse Five - Kurt Vonnegut]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/slaughterhouse-five-kurt-vonnegut</link>
            <guid>slaughterhouse-five-kurt-vonnegut</guid>
            <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[So it goes
Der volle Titel von Kurt Vonneguts berühmtem Roman ist bereits ein Statement: “Slaughterhouse-Five or The Children’s Crusade: A Duty-dance with Death”. Das Buch beginnt ungewöhnlich – das erste Kapitel ist ein Prolog, in dem der Autor selbst als Figur auftritt und uns auf eine Reise vorbereitet, die alles andere als linear verläuft.

Im Zentrum steht Billy Pilgrim, ein Mensch, der „unstuck in time“ ist. Vonnegut schreibt:

LISTEN:
BILLY PILGRIM has come unstuck in time.

Billy erlebt sein Leben nicht chronologisch. Er wacht als alter Mann auf und findet sich am Tag seiner Hochzeit wieder. Er geht durch eine Tür im Jahr 1955 und tritt in eine andere im Jahr 1941 hinaus. Und genau wie der Leser weiß auch Billy nie, was als Nächstes passiert:

He is in a constant state of stage fright, he says, because he never knows what part of his life he is going to have to act in next.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für ihn fließend – oder sind es doch nur die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung? Die Frage, ob Billy wirklich durch die Zeit reist oder ob sein Geist die Flucht sucht, bleibt offen. Vonnegut lässt den Leser bewusst im Ungewissen.

Billys Zeitreisen führen ihn immer wieder zurück in den Zweiten Weltkrieg – und damit direkt in das Herz von Vonneguts eigener Geschichte. Denn der Autor selbst war als junger amerikanischer Soldat in Dresden, wurde dort von den Deutschen gefangen genommen und überlebte das verheerende Feuerbombardement im Februar 1945 in einem Schlachthof: dem titelgebenden „Slaughterhouse-Five“. Was Vonnegut dort erlebte, prägte ihn tief. Die Zerstörung der Stadt, der Tod von Zehntausenden Zivilisten, das Gefühl der Ohnmacht – all das verarbeitet er in diesem Roman, der über zwanzig Jahre nach dem Krieg entstand. Die literarische Distanz, die Ironie und der schwarze Humor sind vielleicht auch ein Schutzmechanismus, um das Unsagbare überhaupt erzählen zu können.

Der historische Kontext ist zentral: Die Bombardierung Dresdens war eines der umstrittensten Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt galt als kulturelles Zentrum, fernab von militärischen Zielen, und wurde innerhalb weniger Stunden fast vollständig ausgelöscht. Für Vonnegut und seine Mitgefangenen bedeutete das Überleben im Schlachthof ein lebenslanges Trauma – und die Frage, wie man nach solchen Erfahrungen weiterleben kann.

Besonders eindrucksvoll ist die Szene, in der Billy einen Film rückwärts sieht:

Die Bomber fliegen rückwärts über eine brennende Stadt, sammeln die Flammen in Bomben ein und schicken sie zurück in die Fabriken, wo sie auseinandergebaut und die gefährlichen Inhalte sicher im Boden vergraben werden. Am Ende werden alle Soldaten wieder zu Kindern, und die Menschheit arbeitet daran, Adam und Eva hervorzubringen.

Diese Umkehrung der Zeit ist mehr als nur ein literarisches Spiel – sie ist eine Sehnsucht nach einer Welt, in der Zerstörung rückgängig gemacht werden kann.

Die Figuren in Slaughterhouse-Five sind oft blass, „listless playthings of enormous forces“. Es gibt kaum dramatische Konfrontationen – der Krieg nimmt den Menschen ihre Individualität.

„One of the main effects of war, after all, is that people are discouraged from being characters.“

Und wie Vonnegut am Anfang des Buches bereits versprochen hat: Am Ende bleibt ein Vogel, der nach dem Feuersturm in Dresden singt:

It ends like this: Poo-tee-weet.

Was bleibt nach all dem Grauen? Vielleicht nur ein unsinniger Laut – und die Erkenntnis, dass Worte oft nicht ausreichen.

Slaughterhouse-Five ist ein Roman über Trauma, Zeit und die Sinnlosigkeit des Krieges. Es ist ein Buch, das Fragen stellt, aber keine einfachen Antworten gibt. Und vielleicht ist genau das seine größte Stärke.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1756717248/slaughterhouse_5_frontcovet_6a1936f2f9.jpg" alt="Slaughterhouse 5 - Frontcover" title="Slaughterhouse 5 - Frontcover"></p>
<p>Der volle Titel von Kurt Vonneguts berühmtem Roman ist bereits ein Statement: <em>“Slaughterhouse-Five or The Children’s Crusade: A Duty-dance with Death”</em>. Das Buch beginnt ungewöhnlich – das erste Kapitel ist ein Prolog, in dem der Autor selbst als Figur auftritt und uns auf eine Reise vorbereitet, die alles andere als linear verläuft.</p>
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<p>Im Zentrum steht Billy Pilgrim, ein Mensch, der <em>„unstuck in time“</em> ist. Vonnegut schreibt:</p>
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<p>LISTEN:<br>BILLY PILGRIM has come unstuck in time.</p>
</blockquote>
<p>Billy erlebt sein Leben nicht chronologisch. Er wacht als alter Mann auf und findet sich am Tag seiner Hochzeit wieder. Er geht durch eine Tür im Jahr 1955 und tritt in eine andere im Jahr 1941 hinaus. Und genau wie der Leser weiß auch Billy nie, was als Nächstes passiert:</p>
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<p>He is in a constant state of stage fright, he says, because he never knows what part of his life he is going to have to act in next.</p>
</blockquote>
<p>Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für ihn fließend – oder sind es doch nur die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung? Die Frage, ob Billy wirklich durch die Zeit reist oder ob sein Geist die Flucht sucht, bleibt offen. Vonnegut lässt den Leser bewusst im Ungewissen.</p>
<p>Billys Zeitreisen führen ihn immer wieder zurück in den Zweiten Weltkrieg – und damit direkt in das Herz von Vonneguts eigener Geschichte. Denn der Autor selbst war als junger amerikanischer Soldat in Dresden, wurde dort von den Deutschen gefangen genommen und überlebte das verheerende Feuerbombardement im Februar 1945 in einem Schlachthof: dem titelgebenden „Slaughterhouse-Five“. Was Vonnegut dort erlebte, prägte ihn tief. Die Zerstörung der Stadt, der Tod von Zehntausenden Zivilisten, das Gefühl der Ohnmacht – all das verarbeitet er in diesem Roman, der über zwanzig Jahre nach dem Krieg entstand. Die literarische Distanz, die Ironie und der schwarze Humor sind vielleicht auch ein Schutzmechanismus, um das Unsagbare überhaupt erzählen zu können.</p>
<p>Der historische Kontext ist zentral: Die Bombardierung Dresdens war eines der umstrittensten Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt galt als kulturelles Zentrum, fernab von militärischen Zielen, und wurde innerhalb weniger Stunden fast vollständig ausgelöscht. Für Vonnegut und seine Mitgefangenen bedeutete das Überleben im Schlachthof ein lebenslanges Trauma – und die Frage, wie man nach solchen Erfahrungen weiterleben kann.</p>
<p>Besonders eindrucksvoll ist die Szene, in der Billy einen Film rückwärts sieht:</p>
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<p>Die Bomber fliegen rückwärts über eine brennende Stadt, sammeln die Flammen in Bomben ein und schicken sie zurück in die Fabriken, wo sie auseinandergebaut und die gefährlichen Inhalte sicher im Boden vergraben werden. Am Ende werden alle Soldaten wieder zu Kindern, und die Menschheit arbeitet daran, Adam und Eva hervorzubringen.</p>
</blockquote>
<p>Diese Umkehrung der Zeit ist mehr als nur ein literarisches Spiel – sie ist eine Sehnsucht nach einer Welt, in der Zerstörung rückgängig gemacht werden kann.</p>
<p>Die Figuren in <em>Slaughterhouse-Five</em> sind oft blass, „listless playthings of enormous forces“. Es gibt kaum dramatische Konfrontationen – der Krieg nimmt den Menschen ihre Individualität.</p>
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<p>„One of the main effects of war, after all, is that people are discouraged from being characters.“</p>
</blockquote>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1756717248/slaughterhouse_5_backcover_5cb37e1fd3.jpg" alt="Slaughterhouse 5 - Backcover" title="Poo-tee-weet"></p>
<p>Und wie Vonnegut am Anfang des Buches bereits versprochen hat: Am Ende bleibt ein Vogel, der nach dem Feuersturm in Dresden singt:</p>
<blockquote>
<p>It ends like this: Poo-tee-weet.</p>
</blockquote>
<p>Was bleibt nach all dem Grauen? Vielleicht nur ein unsinniger Laut – und die Erkenntnis, dass Worte oft nicht ausreichen.</p>
<p><em>Slaughterhouse-Five</em> ist ein Roman über Trauma, Zeit und die Sinnlosigkeit des Krieges. Es ist ein Buch, das Fragen stellt, aber keine einfachen Antworten gibt. Und vielleicht ist genau das seine größte Stärke.</p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Hyperion - Dan Simmons]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/hyperion-dan-simmons</link>
            <guid>hyperion-dan-simmons</guid>
            <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Sechs Kurzgeschichten, ein Killer-Igel und jede Menge Fragezeichen: Willkommen im Hyperion-Cantos!
Lest mal diesen Klappentext:

On the world called Hyperion, beyond the law of the Hegemony of Man, there waits the creature called the Shrike. There are those who worship it. There are those who fear it. And there are those who have vowed to destroy it. In the Valley of the Time Tombs, where huge, brooding structures move backward through time, the Shrike waits for them all. On the eve of Armageddon with the entire galaxy at war, seven pilgrims set forth on a final voyage to Hyperion seeking the answers to the unsolved riddles of their lives. Each carries a desperate hope—and a terrible secret. And one may hold the fate of humanity in his hands.

Alles klar?

Manchmal steht ein Buch jahrelang im Regal, weil der Klappentext mehr Fragen aufwirft als Lust aufs Lesen macht. Hyperion war bei mir so ein Fall: Ein mysteriöses Wesen namens Shrike, Pilgerreisen, Zeitgräber, galaktischer Krieg – klingt erstmal nach klassischer Space Opera, aber irgendwie auch nach einem Buch, das sich nicht so recht greifen lässt.

Der Einstieg war, sagen wir mal, holprig. Schon beim ersten Versuch bin ich gescheitert und habe das Buch wieder weggelegt. Erst nach einer längeren Pause, mit etwas mehr Geduld und weniger Erwartungsdruck, habe ich mich nochmal rangewagt. Und ja, es hat sich gelohnt – auch wenn ich zwischendurch mehrfach dachte, dass ich den Faden verliere.

Was Hyperion besonders macht: Es gibt keinen klassischen roten Faden, sondern sechs Kurzgeschichten, die alle mit dem Planeten Hyperion verknüpft sind. Die Rahmenhandlung verbindet die Geschichten, aber jede erzählt ihr eigenes Genre – von Film-Noir-Detektiv über philosophische Lebensgeschichte bis hin zu Action und Reisetagebuch. Mal erinnert das an Benjamin Button, mal an klassische Sci-Fi, mal an ein arte Biopic mal an eine düsteren Actionfilm.

Ich war anfangs komplett überfordert mit der Masse an Begriffen und Konzepten. Die Welt ist riesig, die Figuren zahlreich, und gefühlt jeder Dialog wirft neue Fragen auf. Also habe ich beim Lesen viel unterstrichen und eine Art Cheatsheet (Glossar?) angelegt, um den Überblick zu behalten. Das findet ihr hier, falls ihr neugierig seid. Es sollte ziemlich spoilerfrei sein. 

Was mich gestört hat: Das Buch endet abrupt, ohne echtes Finale. Laut Reddit lag das an einer Entscheidung des Publishers, was mich ehrlich gesagt etwas frustriert hat. Aber spätestens ab der Hälfte war klar: Ich will wissen, wie es weitergeht. Die Folgebände sind schon auf der Leseliste.

Hyperion ist definitiv kein Buch für zwischendurch. Es fordert Geduld und Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Ideen, Stilen und Perspektiven. Wer Lust auf Sci-Fi abseits der ausgetretenen Pfade hat, sollte sich davon nicht abschrecken lassen.

Bewertung? 4.5 von 5. Ein halber Punkt Abzug für das abrupte Ende und den schweren Einstieg – aber ansonsten: Empfehlung!]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1755684277/hyperion_frontcover_dc671cc30c.jpg" alt="Das Buch Hyperion, gehalten von einer Hand. Im Hintergrund ist ein Buchregal" title="Das Frontcover von Hyperion ist schon ziemlich old-school. Und ich mag es!"></p>
<p>Lest mal diesen Klappentext:</p>
<blockquote>
<p>On the world called Hyperion, beyond the law of the Hegemony of Man, there waits the creature called the Shrike. There are those who worship it. There are those who fear it. And there are those who have vowed to destroy it. In the Valley of the Time Tombs, where huge, brooding structures move backward through time, the Shrike waits for them all. On the eve of Armageddon with the entire galaxy at war, seven pilgrims set forth on a final voyage to Hyperion seeking the answers to the unsolved riddles of their lives. Each carries a desperate hope—and a terrible secret. And one may hold the fate of humanity in his hands.</p>
</blockquote>
<p>Alles klar?</p>
<p>Manchmal steht ein Buch jahrelang im Regal, weil der Klappentext mehr Fragen aufwirft als Lust aufs Lesen macht. <em>Hyperion</em> war bei mir so ein Fall: Ein mysteriöses Wesen namens <em>Shrike</em>, Pilgerreisen, <em>Zeitgräber</em>, galaktischer Krieg – klingt erstmal nach klassischer Space Opera, aber irgendwie auch nach einem Buch, das sich nicht so recht greifen lässt.</p>
<!--more-->

<p>Der Einstieg war, sagen wir mal, holprig. Schon beim ersten Versuch bin ich gescheitert und habe das Buch wieder weggelegt. Erst nach einer längeren Pause, mit etwas mehr Geduld und weniger Erwartungsdruck, habe ich mich nochmal rangewagt. Und ja, es hat sich gelohnt – auch wenn ich zwischendurch mehrfach dachte, dass ich den Faden verliere.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1755684278/hyperion_backcover_7208be03ac.jpg" alt="Die Rückseite des Buches "Hyperion" von Dan Simmons. " title="Bahnhof Bahnhof estación, Bahnhof. Bahnhof??"></p>
<p>Was Hyperion besonders macht: Es gibt keinen klassischen roten Faden, sondern sechs Kurzgeschichten, die alle mit dem Planeten Hyperion verknüpft sind. Die Rahmenhandlung verbindet die Geschichten, aber jede erzählt ihr eigenes Genre – von Film-Noir-Detektiv über philosophische Lebensgeschichte bis hin zu Action und Reisetagebuch. Mal erinnert das an Benjamin Button, mal an klassische Sci-Fi, mal an ein <em>arte</em> Biopic mal an eine düsteren Actionfilm.</p>
<p>Ich war anfangs komplett überfordert mit der Masse an Begriffen und Konzepten. Die Welt ist riesig, die Figuren zahlreich, und gefühlt jeder Dialog wirft neue Fragen auf. Also habe ich beim Lesen viel unterstrichen und eine Art Cheatsheet (Glossar?) angelegt, um den Überblick zu behalten. Das findet ihr <a href="https://www.flore.nz/series/hyperion-cantos/">hier</a>, falls ihr neugierig seid. Es sollte ziemlich spoilerfrei sein. </p>
<p>Was mich gestört hat: Das Buch endet abrupt, ohne echtes Finale. Laut <a href="https://www.reddit.com/r/sciencefiction/comments/11wyreb/comment/jd0p4gz/"><em>Reddit</em></a> lag das an einer Entscheidung des Publishers, was mich ehrlich gesagt etwas frustriert hat. Aber spätestens ab der Hälfte war klar: Ich will wissen, wie es weitergeht. Die Folgebände sind schon auf der Leseliste.</p>
<p><em>Hyperion</em> ist definitiv kein Buch für zwischendurch. Es fordert Geduld und Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Ideen, Stilen und Perspektiven. Wer Lust auf Sci-Fi abseits der ausgetretenen Pfade hat, sollte sich davon nicht abschrecken lassen.</p>
<p>Bewertung? <strong>4.5 von 5</strong>. Ein halber Punkt Abzug für das abrupte Ende und den schweren Einstieg – aber ansonsten: Empfehlung!</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Nettle and Bone - T. Kingfisher]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/nettle-and-bone-t-kingfisher</link>
            <guid>nettle-and-bone-t-kingfisher</guid>
            <pubDate>Sun, 27 Jul 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Eine Prinzessin, ein dämonisches Huhn und jede Menge düstere Magie – ein tolles Erwachsenenmärchen.
In dem Versuch, ihre Schwester vor einem brutalen Prinzen zu schützen, reist eine Prinzessin durch die Welt und trifft eine Grabhexe mit einem dämonischen Huhn, eine magische Taufpatin ^[Keine Ahnung wie man sonst "Fairy Godmother" am besten übersetzt], die Babys segnen oder verfluchen kann, einen Krieger, der an seine Ehre gebunden ist, sowie einen selbstgemachten Hund aus Knochen. 

Wer es noch nicht erahnt hat – "Nettle and Bone" – oder wie der deutsche Titel "Wie man einen Prinzen tötet"* deutlich andeutet, ist eine Mischung aus klassischen Märchen, gemischt mit düsteren Fantasieelementen. Dazu kommen noch ernste Themen wie häusliche Gewalt, Co-Abhängigkeit und Femizid.

Und es funktioniert. Ich bewundere die Fantasie der Autorin und ihre Fähigkeit, diese Themen in einer irgendwie doch optimistischen Geschichte unterzubringen – ohne zu relativieren. In der Mitte des Buches hat mich eine Szenerie stark an Geschichten von Neil Gaiman erinnert ^[Allerdings nur stilistisch – Gaiman selbst – bzw. sein Privatleben – ist scheinbar leider ein Teil des Problems, das das Buch anprangert. Patriarchaler Machtmissbrauch – siehe: https://www.vulture.com/article/neil-gaiman-allegations-controversy-amanda-palmer-sandman-madoc.html] ^[Auch wenn es schwerfällt: Ich versuche hier stark, Kunst und Künstler zu trennen. Seine Werke wie Sandman, Coraline und Niemalsland sind großartige Bücher. Aber ja – es fällt schwer.].

Wen die oben genannten expliziten Themen nicht stören, bekommt hier ein spannendes Märchen für Erwachsene, das sich mit seinen 300 Seiten schnell wegliest.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1753699387/photo_2025_07_28_12_42_51_e865551441.jpg" alt="Eine Hand hält ein schwarzes Buch mit dem Titel "Nettle and Bone" von T. Kingfisher vor einem Bücherregal. Auf dem Bucheinband sind mehrere goldene Illustrationen abgebildet, darunter ein Schädel, eine Krone, ein Baum, eine Spule Garn und ein Huhn."></p>
<p>In dem Versuch, ihre Schwester vor einem brutalen Prinzen zu schützen, reist eine Prinzessin durch die Welt und trifft eine Grabhexe mit einem dämonischen Huhn, eine magische Taufpatin ^[Keine Ahnung wie man sonst &quot;Fairy Godmother&quot; am besten übersetzt], die Babys segnen oder verfluchen kann, einen Krieger, der an seine Ehre gebunden ist, sowie einen selbstgemachten Hund aus Knochen. </p>
<!--more-->

<p>Wer es noch nicht erahnt hat – <em>&quot;Nettle and Bone&quot;</em> – oder wie der deutsche Titel <em><a href="https://amzn.to/40AnroP">&quot;Wie man einen Prinzen tötet&quot;*</a></em> deutlich andeutet, ist eine Mischung aus klassischen Märchen, gemischt mit düsteren Fantasieelementen. Dazu kommen noch ernste Themen wie <em>häusliche Gewalt</em>, <em>Co-Abhängigkeit</em> und <em>Femizid</em>.</p>
<p>Und es funktioniert. Ich bewundere die Fantasie der Autorin und ihre Fähigkeit, diese Themen in einer irgendwie doch optimistischen Geschichte unterzubringen – ohne zu relativieren. In der Mitte des Buches hat mich eine Szenerie stark an Geschichten von <em>Neil Gaiman</em> erinnert ^[Allerdings nur stilistisch – Gaiman selbst – bzw. sein Privatleben – ist scheinbar leider ein Teil des Problems, das das Buch anprangert. Patriarchaler Machtmissbrauch – siehe: <a href="https://www.vulture.com/article/neil-gaiman-allegations-controversy-amanda-palmer-sandman-madoc.html%5D">https://www.vulture.com/article/neil-gaiman-allegations-controversy-amanda-palmer-sandman-madoc.html]</a> ^[Auch wenn es schwerfällt: Ich versuche hier stark, Kunst und Künstler zu trennen. Seine Werke wie Sandman, Coraline und Niemalsland sind großartige Bücher. Aber ja – es fällt schwer.].</p>
<p>Wen die oben genannten expliziten Themen nicht stören, bekommt hier ein spannendes Märchen für Erwachsene, das sich mit seinen 300 Seiten schnell wegliest.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Lost Metal - Brandon Sanderson]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-lost-metal-brandon-sanderson-mistborn-7</link>
            <guid>the-lost-metal-brandon-sanderson-mistborn-7</guid>
            <pubDate>Thu, 17 Jul 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Wenn ein Fantasy Autor jedes Problem mit einer Schießerei lösen kann und es trotzdem Spass macht. 
Vor einigen Jahren habe ich mir vorgenommen, keine Bücherreihen oder Bücher eines einzelnen Autors direkt hintereinander zu lesen. Diese Regel habe ich zwar nie ganz konsequent eingehalten, aber selten so sehr gebrochen wie beim Cosmere von Sanderson. Auch die zweite Ära der Mistborn-Serie - auch bekannt als die Wax and Wayne Ära - bildet da keine Ausnahme.

Warum? Weil – mit Ausnahme von Shadows of Self – alle Bände großen Spaß gemacht haben. Vielleicht lag es daran, dass ich gerade eine leichte Sommerlektüre gesucht habe. Oder daran, dass Sanderson sein Magiesystem aus der ersten Ära geschickt begrenzt und dadurch erweitert. Vielleicht auch, weil ich wusste, dass fast jede Szene in einer Schießerei endet. Im Ernst: Diese vier Bücher wären die perfekte Vorlage für ein Videospiel – irgendwo zwischen Dishonored und Spiderman.

Beeindruckend ist auch, wie sehr sich die Welt von Scadrial verändert hat – besonders nach dem drastischen Ende der ersten Mistborn-Trilogie. Während The Alloy of Law noch an einen Post-Western oder das viktorianische London erinnert, fühlt sich dieser Band eher wie das New York der 1920er Jahre an. Von Kutschen zu Autos und Flugschiffen.

Und dann sind da noch die Figuren Wax und Wayne. Während Wax immer mehr zu einer Mischung aus Ironman, James Bond und Batman wird - inklusive Batcave und eigenen Waffen/Gadget Q - wird Wayne eher zu einem Meister der Verkleidung und Personas, universeller Trickbetrüger und dazu Comic Relief. Die Highlights in jedem Buch sind die Storyabschnitte in denen wir nur Wayne folgen. Am Anfang eines solchen Kapitels kann man nie sagen wie es enden wird. Und wenn man sich gerade an die Sprucheklopfer Rolle gewöhnt hat, wird es auf einmal ungewohnt ernst. Ich wäre voll und ganz für ein Spin-Off dass sich nur um Wayne dreht. 

Die Cosmere-Integration ist in diesem Buch deutlich präsenter als in den Vorgängern. Das kann man mögen oder nicht. Es geht hier nicht mehr nur um kleine Anspielungen oder bekannte Figuren, sondern fast schon um einen Retcon. Es lohnt sich, vor diesem Buch Mistborn: Secret History zu lesen.

Eine Figur kehrt zurück, die eigentlich nicht hätte zurückkehren sollen. Dass dies komplett in eine andere Geschichte ausgelagert wurde und es kaum Erklärungen für Neulinge gibt, finde ich etwas nachlässig.

Außerdem werden hier schon die Weichen für die dritte Ära gestellt, die sich um eine Organisation dreht, die auch in den Stormlight Archives wichtig ist. Mittlerweile fühlt sich das alles fast wie das MCU an – vielleicht brauche ich bald Storyboards und einen roten Faden, um alles zu verfolgen. Das kann man mögen, muss man aber nicht.

Dieses Buch: 4,5 / 5
Die gesamte Wax and Wayne-Reihe: 4 / 5]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1753088743/th_lost_metal_mistborn_7_frontcover_1efb8c3f1c.jpg" alt="The Lost Metal - Brandon Sanderson"></p>
<p>Vor einigen Jahren habe ich mir vorgenommen, keine Bücherreihen oder Bücher eines einzelnen Autors direkt hintereinander zu lesen. Diese Regel habe ich zwar nie ganz konsequent eingehalten, aber selten so sehr gebrochen wie beim <a href="https://www.flore.nz/series/cosmere/">Cosmere</a> von Sanderson. Auch die zweite Ära der <em>Mistborn</em>-Serie - auch bekannt als die <em>Wax and Wayne</em> Ära -  bildet da keine Ausnahme.</p>
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<p>Warum? Weil – mit Ausnahme von <em>Shadows of Self</em> – alle Bände großen Spaß gemacht haben. Vielleicht lag es daran, dass ich gerade eine leichte Sommerlektüre gesucht habe. Oder daran, dass Sanderson sein Magiesystem aus der ersten Ära geschickt begrenzt und dadurch erweitert. Vielleicht auch, weil ich wusste, dass fast jede Szene in einer Schießerei endet. Im Ernst: Diese vier Bücher wären die perfekte Vorlage für ein Videospiel – irgendwo zwischen <em>Dishonored</em> und <em>Spiderman</em>.</p>
<p>Beeindruckend ist auch, wie sehr sich die Welt von Scadrial verändert hat – besonders nach dem <a href="https://www.flore.nz/blog/the-hero-of-ages-brandon-sanderson-mistborn-3/">drastischen Ende der ersten <em>Mistborn</em>-</a>Trilogie. Während <em>The Alloy of Law</em> noch an einen Post-Western oder das viktorianische London erinnert, fühlt sich dieser Band eher wie das New York der 1920er Jahre an. Von Kutschen zu Autos und Flugschiffen.</p>
<p>Und dann sind da noch die Figuren Wax und Wayne. Während Wax immer mehr zu einer Mischung aus Ironman, James Bond und Batman wird - inklusive Batcave und eigenen Waffen/Gadget Q - wird Wayne eher zu einem Meister der Verkleidung und Personas, universeller Trickbetrüger und dazu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Comic_Relief_(Stilmittel)"><em>Comic Relief</em>.</a> Die Highlights in jedem Buch sind die Storyabschnitte in denen wir nur Wayne folgen. Am Anfang eines solchen Kapitels kann man nie sagen wie es enden wird. Und wenn man sich gerade an die Sprucheklopfer Rolle gewöhnt hat, wird es auf einmal ungewohnt ernst. Ich wäre voll und ganz für ein Spin-Off dass sich nur um Wayne dreht. </p>
<p>Die <a href="https://www.flore.nz/series/cosmere/"><em>Cosmere</em></a>-Integration ist in diesem Buch deutlich präsenter als in den Vorgängern. Das kann man mögen oder nicht. Es geht hier nicht mehr nur um kleine Anspielungen oder bekannte Figuren, sondern fast schon um einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckwirkende_Kontinuit%C3%A4t#:~:text=retroactive%20continuity%2C%20meist%20abgek%C3%BCrzt%20als,mit%20dem%20ersteren%20unterbrochen%20wird.">Retcon</a>. Es lohnt sich, vor diesem Buch <a href="https://www.flore.nz/blog/arcanum-unbounded-brandon-sanderson/"><em>Mistborn: Secret History</em></a> zu lesen.</p>
<p>Eine Figur kehrt zurück, die eigentlich nicht hätte zurückkehren sollen. Dass dies komplett in eine andere Geschichte ausgelagert wurde und es kaum Erklärungen für Neulinge gibt, finde ich etwas nachlässig.</p>
<p>Außerdem werden hier schon die Weichen für die dritte Ära gestellt, die sich um eine Organisation dreht, die auch in den <a href="https://www.flore.nz/series/the-stormlight-archives/"><em>Stormlight Archives</em></a> wichtig ist. Mittlerweile fühlt sich das alles fast wie das <em>MCU</em> an – vielleicht brauche ich bald Storyboards und einen roten Faden, um alles zu verfolgen. Das kann man mögen, muss man aber nicht.</p>
<p>Dieses Buch: 4,5 / 5<br>Die gesamte <em>Wax and Wayne</em>-Reihe: 4 / 5</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[whathaveidone - a git-based TUI for forgetful software developers]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/whathaveidone-a-git-based-tui-for-forgetful-software-developers</link>
            <guid>whathaveidone-a-git-based-tui-for-forgetful-software-developers</guid>
            <pubDate>Sun, 13 Jul 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[I wrote a TUI that shows and summarizes your commits in the terminal—optionally with AI! Less detective work, more coding.
Note: A German translation can be found below

As a software developer, I keep running into the same problem: the next day, I often have no idea what I actually did just that morning. Maybe it’s just me – but I doubt I’m the only one who, when standup or timesheet time rolls around, suddenly has to play detective. Tickets, commits, calendars – everything gets combed through just to answer that one question: What did I actually do? All I want is to write code, not write reports.

The funny thing is: I’m already tracking my time – with GIT! So I built myself a little tool: whathaveidone. It shows you all your Git commits for any time period right in your terminal, whether for a single project or all at once. Written in Rust and powered by Ratatui for a slick TUI – fully keyboard-controlled and packed with options.

AI summary? Totally optional!
With a single keystroke, you get an AI summary of your commits (Google Gemini). But you don’t have to – if you prefer reading yourself, that’s cool too.

Some Examples & Use Cases

Quick Standup: 

whathaveidone today --lang english

Shows all today’s commits and a snappy summary (choose English or German).

Weekly review for multiple projects:
You don't want to write whathaveidone all the time? You can just write whid.

whid week --model gemini-2.0-pro

Switch the AI model for even better summaries.

Custom prompt for personalized reports: 

whathaveidone --prompt myprompt.txt --from 2024-07-01 --to 2024-07-07

Use your own prompt templates and pick any date range.

Detailed view:
Hit d in the commit view for a full "git log"-style overview.

For more examples, check the whathaveidone github repository

What’s next?

Stats & analytics about your own commits
Integration with Olama
Even more default prompts

Feedback? Suggestions? Ideas?
Hit me up on Mastodon, Bluesky, GitHub
If you like the project, I’d also be super happy about a star on GitHub ⭐️

More info & installation: 

GitHub: heroheman/whathaveidone 
Crates.io: whathaveidone

Als Softwareentwickler stolpere ich immer wieder über dasselbe Problem: Am nächsten Tag habe ich oft keine Ahnung mehr, was ich eigentlich noch am Vormittag gemacht habe. Vielleicht geht das nur mir so – aber ich bezweifle, dass ich der Einzige bin, der beim Standup oder bei der Zeiterfassung plötzlich zum Detektiv werden muss. Tickets, Commits, Kalender – alles wird durchforstet, nur um diese eine Frage zu beantworten: Was habe ich eigentlich gemacht? Ich will doch einfach nur coden, nicht Berichte schreiben.

Das Lustige ist: Eigentlich erfasse ich meine Zeit ja schon – mit GIT! Also habe ich mir ein kleines Tool gebaut: whathaveidone. Das zeigt dir alle deine Git-Commits für beliebige Zeiträume direkt im Terminal an, egal ob für ein einzelnes Projekt oder alle zusammen. Geschrieben in Rust und mit Ratatui für eine schicke TUI – komplett per Tastatur bedienbar und mit jeder Menge Optionen.

AI-Zusammenfassung? Komplett optional!
Mit einem Tastendruck bekommst du eine AI-Zusammenfassung deiner Commits (Google Gemini) – musst du aber nicht! Wer lieber selbst liest, kann das natürlich auch machen.

Ein paar Beispiele & Usecases

Schnelles Standup: 

whathaveidone today --lang german

Zeigt alle heutigen Commits und eine knackige Zusammenfassung (auf Deutsch oder Englisch).

Wochenrückblick für mehrere Projekte:
Keine Lust, immer whathaveidone zu tippen? Einfach whid schreiben!

whid week --model gemini-2.0-pro

Wechsle das AI-Modell für noch bessere Zusammenfassungen.

Eigener Prompt für individuelle Reports: 

whathaveidone --prompt myprompt.txt --from 2024-07-01 --to 2024-07-07

Nutze eigene Prompt-Templates und wähle beliebige Zeiträume.

Detaillierte Ansicht:
Drücke d in der Commit-Ansicht für einen vollständigen "git log"-Style Überblick.

Für mehr Beispiele schau im whathaveidone GitHub-Repository vorbei.

Was kommt als Nächstes?

Statistiken & Auswertungen zu deinen Commits
Integration mit Olama
Noch mehr praktische Default-Prompts

Feedback? Wünsche? Ideen?
Melde dich gerne auf Mastodon, Bluesky, GitHub – oder schick eine Brieftaube!
Und wenn dir das Projekt gefällt, freue ich mich riesig über einen Stern auf GitHub ⭐️

Mehr Infos & Installation: 

GitHub: heroheman/whathaveidone 
Crates.io: whathaveidone]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Note</strong>: A <a href="https://www.flore.nz/blog/whathaveidone-a-git-based-tui-for-forgetful-software-developers/#german">German translation</a> can be found below</em></p>
<p>As a software developer, I keep running into the same problem: the next day, I often have no idea what I actually did just that morning. Maybe it’s just me – but I doubt I’m the only one who, when standup or timesheet time rolls around, suddenly has to play detective. Tickets, commits, calendars – everything gets combed through just to answer that one question: <em>What did I actually do?</em> All I want is to write code, not write reports.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1752486215/whathaveidone_screenshot_943adde52d.jpg" alt="WhatHaveIDone - TUI Screenshot"></p>
<p>The funny thing is: I’m already tracking my time – with GIT! So I built myself a little tool: <a href="https://github.com/heroheman/whathaveidone"><strong>whathaveidone</strong></a>. It shows you all your Git commits for any time period right in your terminal, whether for a single project or all at once. Written in <a href="https://www.rust-lang.org/">Rust</a> and powered by <a href="https://ratatui.rs/">Ratatui</a> for a slick TUI – fully keyboard-controlled and packed with options.</p>
<p><a href="https://asciinema.org/a/l58gl6wettdA3x4eLD4jCkWkq"><img src="https://asciinema.org/a/l58gl6wettdA3x4eLD4jCkWkq.svg" alt="Note: This is from a previous version and the UI/UX might differ from the current version."></a></p>
<p><strong>AI summary? Totally optional!</strong><br>With a single keystroke, you get an AI summary of your commits (Google Gemini). But you don’t have to – if you prefer reading yourself, that’s cool too.</p>
<h3>Some Examples &amp; Use Cases</h3>
<ul>
<li><p><strong>Quick Standup:</strong>  </p>
<pre><code class="language-bash">whathaveidone today --lang english
</code></pre>
<p>Shows all today’s commits and a snappy summary (choose English or German).</p>
</li>
<li><p><strong>Weekly review for multiple projects:</strong><br>You don&#39;t want to write <code>whathaveidone</code> all the time? You can just write <code>whid</code>.</p>
<pre><code class="language-bash">whid week --model gemini-2.0-pro
</code></pre>
<p>Switch the AI model for even better summaries.</p>
</li>
<li><p><strong>Custom prompt for personalized reports:</strong>  </p>
<pre><code class="language-bash">whathaveidone --prompt myprompt.txt --from 2024-07-01 --to 2024-07-07
</code></pre>
<p>Use your own prompt templates and pick any date range.</p>
</li>
<li><p><strong>Detailed view:</strong><br>Hit <code>d</code> in the commit view for a full &quot;git log&quot;-style overview.</p>
</li>
</ul>
<p>For more examples, check the <a href="https://github.com/heroheman/whathaveidone">whathaveidone github repository</a></p>
<h3>What’s next?</h3>
<ul>
<li>Stats &amp; analytics about your own commits</li>
<li>Integration with <a href="https://github.com/ollama/ollama">Olama</a></li>
<li>Even more default prompts</li>
</ul>
<hr>
<p><strong>Feedback? Suggestions? Ideas?</strong><br>Hit me up on <a href="https://norden.social/@florenz">Mastodon</a>, <a href="https://bsky.app/profile/flore.nz">Bluesky</a>, <a href="https://github.com/heroheman/whathaveidone">GitHub</a><br>If you like the project, I’d also be super happy about a star on GitHub ⭐️</p>
<p>More info &amp; installation:  </p>
<ul>
<li><a href="https://github.com/heroheman/whathaveidone">GitHub: heroheman/whathaveidone</a>  </li>
<li><a href="https://crates.io/crates/whathaveidone">Crates.io: whathaveidone</a></li>
</ul>
<!--more-->
<hr>
<p><a id="german"></a></p>
<p>Als Softwareentwickler stolpere ich immer wieder über dasselbe Problem: Am nächsten Tag habe ich oft keine Ahnung mehr, was ich eigentlich noch am Vormittag gemacht habe. Vielleicht geht das nur mir so – aber ich bezweifle, dass ich der Einzige bin, der beim Standup oder bei der Zeiterfassung plötzlich zum Detektiv werden muss. Tickets, Commits, Kalender – alles wird durchforstet, nur um diese eine Frage zu beantworten: <em>Was habe ich eigentlich gemacht?</em> Ich will doch einfach nur coden, nicht Berichte schreiben.</p>
<p>Das Lustige ist: Eigentlich erfasse ich meine Zeit ja schon – mit GIT! Also habe ich mir ein kleines Tool gebaut: <a href="https://github.com/heroheman/whathaveidone"><strong>whathaveidone</strong></a>. Das zeigt dir alle deine Git-Commits für beliebige Zeiträume direkt im Terminal an, egal ob für ein einzelnes Projekt oder alle zusammen. Geschrieben in <a href="https://www.rust-lang.org/">Rust</a> und mit <a href="https://ratatui.rs/">Ratatui</a> für eine schicke TUI – komplett per Tastatur bedienbar und mit jeder Menge Optionen.</p>
<p><a href="https://asciinema.org/a/l58gl6wettdA3x4eLD4jCkWkq"><img src="https://asciinema.org/a/l58gl6wettdA3x4eLD4jCkWkq.svg" alt="Hinweis: Das ist eine ältere Version, UI/UX können inzwischen anders aussehen."></a></p>
<p><strong>AI-Zusammenfassung? Komplett optional!</strong><br>Mit einem Tastendruck bekommst du eine AI-Zusammenfassung deiner Commits (Google Gemini) – musst du aber nicht! Wer lieber selbst liest, kann das natürlich auch machen.</p>
<h3>Ein paar Beispiele &amp; Usecases</h3>
<ul>
<li><p><strong>Schnelles Standup:</strong>  </p>
<pre><code class="language-bash">whathaveidone today --lang german
</code></pre>
<p>Zeigt alle heutigen Commits und eine knackige Zusammenfassung (auf Deutsch oder Englisch).</p>
</li>
<li><p><strong>Wochenrückblick für mehrere Projekte:</strong><br>Keine Lust, immer <code>whathaveidone</code> zu tippen? Einfach <code>whid</code> schreiben!</p>
<pre><code class="language-bash">whid week --model gemini-2.0-pro
</code></pre>
<p>Wechsle das AI-Modell für noch bessere Zusammenfassungen.</p>
</li>
<li><p><strong>Eigener Prompt für individuelle Reports:</strong>  </p>
<pre><code class="language-bash">whathaveidone --prompt myprompt.txt --from 2024-07-01 --to 2024-07-07
</code></pre>
<p>Nutze eigene Prompt-Templates und wähle beliebige Zeiträume.</p>
</li>
<li><p><strong>Detaillierte Ansicht:</strong><br>Drücke <code>d</code> in der Commit-Ansicht für einen vollständigen &quot;git log&quot;-Style Überblick.</p>
</li>
</ul>
<p>Für mehr Beispiele schau im <a href="https://github.com/heroheman/whathaveidone">whathaveidone GitHub-Repository</a> vorbei.</p>
<h3>Was kommt als Nächstes?</h3>
<ul>
<li>Statistiken &amp; Auswertungen zu deinen Commits</li>
<li>Integration mit <a href="https://github.com/ollama/ollama">Olama</a></li>
<li>Noch mehr praktische Default-Prompts</li>
</ul>
<hr>
<p><strong>Feedback? Wünsche? Ideen?</strong><br>Melde dich gerne auf <a href="https://norden.social/@florenz">Mastodon</a>, <a href="https://bsky.app/profile/flore.nz">Bluesky</a>, <a href="https://github.com/heroheman/whathaveidone">GitHub</a> – oder schick eine Brieftaube!<br>Und wenn dir das Projekt gefällt, freue ich mich riesig über einen Stern auf GitHub ⭐️</p>
<p>Mehr Infos &amp; Installation:  </p>
<ul>
<li><a href="https://github.com/heroheman/whathaveidone">GitHub: heroheman/whathaveidone</a>  </li>
<li><a href="https://crates.io/crates/whathaveidone">Crates.io: whathaveidone</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
        </item>
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