Florenz Heldermann
"Ein Untertitel, der mich treffend beschreibt. Unbedingt vor Livegang austauschen"

May 18, 2021

LiedGut II

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Käptn Peng & die Tentakel von Delphi - Sockosophie

Als ich den Käptn entdeckt habe lief die ganze Diskographie erstmal bei mir hoch und runter. Würde ich es zusammenfassen müssen: Indie HipHop Funk mit starken Storytelling. Sockosophie hat sich da ganz schnell als Liebling rausgestellt, aber generell kann man eigentlich jeden Song von denen hören.

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Magnolia Electric Co. - Almost was good enough (Live)

Die Liveversion dieses Songs ist noch um einiges besser als das ohnehin gute Original der Band (die damals noch Songs: Ohia hieß und es dann auf dem Album Magnolia Electric Co released wurde, dessen Namen dann später einfach der neue Bandname wurde, weil .... es ist kompliziert. Diese Version kommt jedenfalls vom Trials & Errors Album und ist großartig! Jason Molina hat immer eine gewisse Traurigkeit und Melancholie in seiner Stimme, weswegen seine Songs schwer zu vergessen sind.

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OK Kid - Es ist wieder Februar

OK Kid macht irgendwie Indie HipHop Pop oder so. Keine Ahnung, aber alleine da die Band sich nach zwei von meinen drei Lieblingsalben von Radiohead benannt hat, macht sie für mich interessant.
Empfehle generell mal in deren Diskographie reinzuhören - mit den "Kaffee Warm" Songs oder "Gute Menschen" gibt es ein paar echte Banger, allerdings weiss ich nicht wer die Zielgruppe der Band ist. Vermutlich nicht Mittdreissiger Männer. Aber ich glaub dass ist auch nicht wichtig.

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Käptn Peng & Shaban - Sie mögen sich

Nochmal der Käptn, dieses mal ohne die Tentakel, sondern direkt mit Bruder. Tolle Geschichte, zuhören lohnt sich. Und unbedingt auch das Original Video auf YouTube schauen. Weil: "Fuchs sein fetzt doch!" ☝️🤓

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The Divine Comedy - Our Mutual Friend

The Divine Comedy sehe ich irgendwie wie ein Mischung aus David Bowie und Neil Diamond. Bisher konnte ich nur mit Bad Ambassador etwas anfangen, aber Our Mutual Friend macht es einen schwer den Track NICHT zu mögen. Orchestraler Background, eine Melodie die nur ins Ohr geht und dazu diese schöne, sehr interpretierbare, beidseitig nachvollziehbare Story.

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Isolation Berlin - Alles Grau

Irgendwie Element of Crime x Rio Reiser. Aus irgendeinem Grund geht es in fast jedem derer Songs um Drogen, aber dieser Track geht zumindest dabei ins Ohr.

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Buntspecht - Unter den Masken

Diese Stimmen, dieser Refrain, diese Atmosphäre die dieser Song transportiert. Vermutlich mein Highlight auf dieser Liste!

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Alle Songs finden sich auch in meiner Spotify Playlist.

Das Buch erzählt die Geschichte aus der Perspektive der fast achtjährigen Elsa, die von ihrer chaotischen Oma - welche zeitgleich auch Superheldin, Märchenerzählerin und Elsas beste Freundin ist - auf eine Schatzjagd quer durch das Mehrparteienhaus geschickt wird. Dabei trifft sie auf echte und falsche Monster, neue Freunde, ordnungsliebende Nachbarn und andere Geheimnisse.

Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid - Fredrik Backman

Als ich Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid anfing, war ich mir bewusst dass dieses Buch kein leichtes Erbe antreten wird. Backman's Debut Ein Mann namens Ove war noch sehr frisch in meinem Gedächtnis und auf kurz oder lang wird es sich damit messen müssen. Und trotz der sehr hohen Messlatte wurde ich nicht enttäuscht.

Die Geschichte ist spannend. Liest sich der Klappentext wie ein Feelgood Buch für Kinder, stehen im Kontrast zu einer parallel aufgebauten Märchenwelt, harte Geschichten aus unserer Zeit und Wendungen die ich in keiner Weise habe kommen sehen. Achterbahnfahrt.

Wenn ich meckern müsste, fallen mir zwei Dinge ein: 1. Elsa ist ein Siebenjähriges Mädchen, verhält sich aber in keiner Weise wie eins, wirkt in der Erzählung eher wie eine naive Erwachsene.
Und 2. Und dass hat mich etwas sauer gemacht: Elsa trifft am Anfang auf einen Hund und füttert den Hund mit Schokolade. NIEMALS EINEN HUND SCHOKOLADE GEBEN. NIEMALS! Ich weiss nicht was Backman damit sagen wollte, vielleicht ist es eine Metapher die ich nicht verstanden habe, vielleicht kennt sich der Autor einfach nicht mit Hunden aus, aber das fand ich SEHR fahrlässig.

Abgesehen davon: Es war großartig und Backman wird gerade zu meinen Lieblingsautor. Der spirituelle Nachfolger Britt-Marie war hier steht bereits im Regal.

Stell dir vor du hast ein interstellares Imperium auf Basis einer fragilen Infrastruktur magischer Weltraum-Autobahnen und eines oligarchischen Monopols Markts aufgebaut und dann bricht alles zusammen. Bummer. Das ist die Ausgangsposition in der Interdependency Reihe von Everybodys-SciFi-Darling John Scalzi.

The Last Emperox - John Scalzi

Da ich hier generell noch nie über die Interdepency Reihe geschrieben habe, kann ich dass jetzt eigentlich auch generell tun, den die Reihe ist nicht wirklich "Drei Bücher" im selben Universum, sondern eine zusammenhängende Geschichte die in drei Teile aufgesplittet wurde. Vielleicht ist es sogar besser die Reihe am Stück zu lesen, in einem Buch.

Im Gegensatz zu Scalzi's Old Man's War Reihe, die stark an Heinlein's Starship Trooper Reihe erinnert, ist Interdependency eher ein Game of Thrones im Weltall [1], Worldbuilding und Fokus auf Politik und Intrigen. Und leider auch nicht so clever, denn jedes Buch hat grob denselben Aufbau. Böse Menschen planen Intrigen, die Guten haben am Ende eine einfache effektive Maßnahme aus dem Hut gezaubert, mit einer Prise Deus Ex Machina. Space Opera halt.
Und Generell haben die Protagonisten ziemlich viel Plotarmor, scheinen fast immer alles unter Kontrolle zu haben, sehen Situationen vorher und auch hatte ich nie das Gefühl als würde eine akute Gefahr bestehen.

Aber das ist erstmal nicht so schlimm - die Stärke liegt eindeutig in den Figuren - auch wenn diese nicht wirklich stark aus ihrer Schwarz/Weiss Zeichnung ausbrechen. Die weiblichen Hauptfiguren Kiva und Cardenia machen Spass und Marce ist auch am existieren (mehr aber auch nicht).

Die Interdepency - John Scalzi

Das dritte Buch war, trotz der Schwächen die ich hier generell aufgeführt habe, ein runder Abschluss der Trilogie. Ich wäre generell an einer Fortführung in irgendeiner Form interessiert.

Wenn es um Scalzi geht, würde ich Old Man's War [2] immer noch vorziehen, aber direkt danach könnte Interdependency stehen, vorallem wenn man jetzt nicht wirklich Science Fiction Fan ist. Schade bloss dass mit dem etwas durchschnittlichen StoryArc, etwas mutlosen Wendungen viel Potential verschenkt wurde.
Würde der Reihe irgendwas zwischen 3 und 4 Sterne geben.

Und: Der SciFi Anteil ist eigentlich komplett optional und lässt sich auf folgendes zusammenbrechen: "Raumschiffe: Existieren" [3]


  1. Allerdings mit einer weniger interessanten Geschichte - welche ich vermutlich in einem Jahr komplett vergessen habe ↩︎

  2. Lest die Bücher, nicht nur die besten Scalzi Bücher, sondern vermutlich das beste SciFi der letzten zwei Dekaden ↩︎

  3. Und wo wir schon bei "Raumschiffen" sind - eine Anmerkung zu den Covern. Diese lassen auf epische Raumschlachten und Spacefights mit viel PewPew schliessen. Dem ist wirklich nicht so. Ich kann sogar keine der abgebildeten Szenen auf irgendeine Situaion in der Geschichte mappen. ↩︎

May 10, 2021

LiedGut I

Eigentlich habe ich extra einen Posttype für meine aktuellen Dauerrotationen angelegt, aber irgendwie bin ich damit jetzt doch nicht mehr glücklich. Auch wenn ich flexibel Songs aus meiner Dauerrotation reinwerfen konnte, mag ich vermutlich gesammelte Posts lieber. Und ausserdem kann ich so auch andere Dinge abseits von Musik hier reinwerfen. YouTube Videos, Tweets, was auch immmer kommt.
Weswegen ich wohl zu traditionellen Posts über meine aktuelle Heavy Rotation wechseln werde. Rückwirkend - meine Songs aus April.

Betterov - Viertel vor Irgendwas

Irgendwas Irgendwas Post Punk / Indie Pop in Deutsch - aber auch ohne Genrelabel, großartiger Song.

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Moby feat. Jim James - Porcelain (Reprise)

Moby bringt im Mai sein Reprise Album raus, vorab gibt es jetzt eine neue Version von "Porcelain", für mich überraschend scheinbar der beliebteste Moby Song. Konnte ich bei der alten Version bedingt nachvollziehen, finde ich diese hier gerade unglaublich gut.

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The East Flatbush Project feat. Payday - A Madman's Dream

Immer wenn ich denke dass der Song durch ist und ich ihn genug gehört habe, geht doch noch einmal mehr.

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The Burning Hell - Fuck the Government, I love you

Eben in meiner Spotify "Discover Weekly" gefunden und seit dem ca. 10x geht. So f*cking cute!

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Bill Callahan - Eid Ma Clack Shaw

Bill Callahan, lange Zeit als Smog unterwegs, macht so eine Art LoFi Folk Singer Songwriter Kram, und das schon seit sehr langer Zeit. Sagt zumindest Wikipedia. Das ganze Album "Sometimes I wish we wer an eagle" ist großartig und es war schwierig jetzt nur einen Song rauszupicken. Und da es noch eine ganze Diskographie zu entdecken gibt, bin ich sehr gespannt wann ich mir ein Bill Callahan T-Shirt kaufe.

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Mark Kozelek & Jimmy LaValle - Gustavo

Mark Kozelek ist ... keine Ahnung, hat aber gefühlt 400 Alben auf Spotify. Und Jimmy LaValle ist... weiss auch nicht. Beide kannte ich nicht bis sie mir am Montag in meine Discover Weekly gespült worden sind. Kozeleks Stimme auf elektronischen Synthklängen wirkt aber irgendwie beruhigend. Und der Songtext ist zumindest interessant und lässt Raum für Interpretation.

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Black Pumas - Colors

Black Pumas, wieder eine Band die komplett an mir vorbeigegangen. Und "Colors" ist wirklich ein Highlight des Albums. Und das soll was heissen - auf der "Expanded Deluxe" Edition befindet sich noch eine Coverversion von Death's "Politicians in my eyes" (einer meiner All-time Favorites) und Tracy Chapman's "Fast Car" - in einer Version die mir fast noch besser gefällt als das Original.

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Alle Songs finden sich auch in meiner Spotify Playlist.

Auch an diesem Wochenende beendet - Hans Rosling's Factfulness. Einer der Bücher sich vor allem in Pandemiezeiten und der täglichen Bombardierung mit schlechten Nachrichten lohnen.

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Gleich zu Beginn wird man mit einem Test begrüsst, 11 Fragen, verschiedene Themen wie z.B. wieviele Mädchen weltweit eine grundlegende Schulbildung genießen, wie hoch die Kindersterblichkeit weltweit ist, etc. Am Ende kann man 13 Punkte holen. Ich bekam 2. Und dass ist auch der weltweite Durchschnitt und der Grund warum dieses Buch eine Existenzberechtigung hat. Oder um es mit Roslings eigenen Vergleich zu sagen: Ein Haufen Schimpansen hätte der zufällig Bananen auf die richtigen Antworten verteilt hätte, hätte statistisch gesehen besser abgeschnitten als der Großteil der Menschen.

Factfulness ist eine realistischer Blick auf die Welt. Rosling zeigt wie man Nachrichten und Informationen lesen sollte, Denkfallen vermeidet und alles in Relation setzen kann. Und im Endeffekt kommt raus, dass die Welt nicht so schlimm ist, wie wir sie sehen und sich viele Dinge im letzten Jahrhundert gebessert haben. Ausser der Klimawandel - dass war ein sicherer Punkt - der ist durchaus real. Leider.

Für ein Non-Fiction Buch hat es sich ganz gut gelesen, fand aber einige der Beispiele etwas an den Haare herbeigezogen und einige Herangehensweisen waren etwas zu offensichtlich als dass sie so oft wiederholt werden müssten. Dennoch, ein wichtiges Buch, vielleicht das genau richtige Buch nach einem Jahr wie 2020 und 2021.