Florenz Heldermann

"Empty your mind, be formless, shapeless — like water. ... Now water can flow or it can crash. Be water, my friend. Oder Kaffee. Kaffee ist auch gut. — Bruce Lee, vermutlich"

Im Gegensatz den ersten Bänden der Old Mans War Serie ist dieser Teil eher eine Kurzgeschichtensammlung mit einer übergreifenden Hauptstory. Perry/Sagan wurden durch Harry Wilson und seinem Kumpel Schmidt ausgetauscht und das Buch hat einen starken Fokus auf Diplomatie.
Leider Leider ist halt nicht jede Geschichte interessant. Und die, die es sind, sind dann vorbei wenn sie gut werden. Im Nachhinein blieben mir von von dem ca 13 Episoden vielleicht 3-4 gut in Erinnerung (The Dog King war ein Highlight), der Rest schien eher nur Beiwerk.
Alles in allem: Solide, aber ich habe den vormaligen Protagonisten schon vermisst. Wilson und Schmidt hatten einfach zu wenig Fläche. Gott sei Dank hat der 6 Roman all meine Kritikpunkte gefixt.

3.5/5 Doggys\

Ein Kurzroman der die Struktur eine Briefwechsels zweier Zeitagenten hat. Die Geschichte ist eigentlich Prosa. Prosa auf hohen Level. Mein Englisch ist eigentlich ganz gut... aber dieses Buch war ... fordernd und vermutlich habe ich viele Nuancen garnicht mitbekommen, hier ein Beispielabsatz den ich ca. 4x lesen musste:

So she lingers by the MRI machine, musing as she does on the agonies of symmetry recording the water's randomness the magnetic bones settled like reading glasses on the other modynamic face of the universe, registering each bloom and burst of molecule before it transforms. Once it translates the last of the water's heat into numbers, she takes the printout in her right hand and fits the key of it into the lock of the letter-strewn sheet in her left.

This is how you lose the Time War

Ungefährt so liest sich das ganze Buch, fand' ich auf Dauer etwas anstrengend und auch wenn es nur knapp 180 Seiten lang ist, ich saß hier eine Ewigkeit dran.

Vielleicht lese ich es irgendwann nochmal, aber aktuell kann ich keine Note geben, da ich das Gefühl habe nur das halbe Buche gelesen zu haben. Wenn ihr auf sowas steht - kaufts!

Btw. ICH LIEBE DAS COVER. Der Artstil, Typographie, Farbe, ... es ist wunderschön - ich würde es einrahmen. Cover des Jahres. Definitiv.

Lange geweigert dieses Buch zu lesen, da es im Endeffekt eine Wiederholung des vorherigen Buches The Last Colony ist, bloss aus Sicht der Ziehtochter des ehemaligen Protagonisten.

Aber: Das Buch funktioniert wenn man genug Abstand zum Vorgänger Roman hat. Ich wünschte nur Scalzi hätte dieses Buch als Extended Version zu "Last Colony" rausgebracht.

Aber ok, es bietet genug neues um eine Daseinsberechtigung zu haben. Und mit Zoe und Gretchen hat man auch Spass. Die Last Colonoy Geschichte ist auch immer noch gut und jetzt ist auch noch ein Young Adult Faktor dazu gekommen und scheinbar hat Scalzi dafür ein Händchen.

4/5 Zoe's

Kurz: Ich Liebe Murderbot. Murderbot ist ein Kampfroboter der sich selbst gehackt hat und eine Persönlichkeit entwickelt. Eine interessante Persönlichkeit, denn Murderbot hat eine Sozialphobie und leichte Anzeichen von Asberger Autismus (glaub ich, bin kein Arzt. Shrug.) und würde eigentlich am liebsten den ganzen Tag seine Soap Operas gucken. Murderbot ist also ein Charakter mit dem fast jeder relaten kann.

Insgesamt gibt es bisher 4 Kurzromane und die beiden Romane All Systems Red und Artificial Condidition haben mir sehr gefallen. Manchmal musste ich wirklich Tränen lachen wenn Murderbot über Menschen und deren Motive philosophiert:

Yes, talk to Murderbot about its feelings. The idea was so painful I dropped to 97% efficiency.

Go Murderbot Go. Mehr davon!

All Systems Red 5/5
Artificial Condition: 4.5/5

Mein erstes Buch aus der SF Masterworks Reihe war der Forever War von Joe Haldeman. Forever War ist das Ergebnis wenn ein Vietnam Veteran ein Science Fiction Buch schreibt. Es ist etwas Full Metal Jacket, etwas Starship Troopers. Die Menschheit führt Krieg im Weltall und reist dafür durch Wurmlöcher. Dabei kommt das Prinzip der Zeitdilatation ins Spiel: Soldaten reisen mehrere Lichtjahre, und stellen fest dass nach ihrer Rückkehr die relative Einsatzzeit von ein paar Wochen auf der Erde ein paar Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte entsprochen haben.

The Forever War - Joe Haldeman

Dies hat zur Folge dass wir u.a. die Erde immer wieder in verschiedenen Zeiten sehen. Und so manche Epoche lässt einen aus heutiger Sicht die Haare zur Berge [1] stehen. Aber trotzdem, die Erdenkapitel fand ich grundsätzlich spannender als die Ausseneinsätze. Wurde aber dennoch gut unterhalten.

4.5/5


  1. Man sollte anmerken, dass das Buch ein Relikt seiner Zeit ist und die Rolle der Frau oder Homosexualität eher konservativ behandelt werden, macht vielleicht aber im Kontext der Geschichte und des Hauptcharakters Sinn. Glaub ich. Bitte nicht darauf festnageln. ↩︎